Schülergemälde „Bruderkuss“ gegen Homophobie

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Künstler (mit Bild) und Verantwortliche der Schulen HHG und ASR vor dem Kunstwerk. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Die Schülervertretungen des Heinrich-Heine-Gymnasiums (HHG) und der Albert Schweitzer Realschule (ASR) widmen sich schon seit längerer Zeit dem Thema Homophobie und möchten als Schulen im Netzwerk der „Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus“ auch in diesem Bereich ein Zeichen setzen.

Angelehnt an den berühmten Bruderkuss zwischen Erich Honecker und Leonid Breschnew, der im Werk des Künstlers Dmitri Wrubel an der Berliner Mauer verewigt wurde, ist von den Schülerkünstlern Hanna Haake und Lithushan Kiritharan in Kooperation mit Marlene Soester vom Malsaal des Schauspiel Dortmund ein großflächiges 3 m x 4,5 m großes Kunstwerk erschaffen worden, welches den Kuss zwischen den Namensgebern der Schulen Heinrich Heine und Albert Schweitzer darstellt.

Dieses Werk, welches nun eine Wand der Mensa ziert, soll nicht nur die Verbundenheit beider Schulen symbolisieren, sondern auch ein Statement gegen Homophobie sein. Finanziell unterstützt wurde die Umsetzung des Projektes durch den Förderkreis des HHG.

Der sozialistische Bruderkuss war ein Begrüßungsritual kleiner Gruppen von Kommunisten, die sich dabei solidarisch zu erkennen gaben und ihre Zugehörigkeit zum Kommunismus bekundeten. Dabei geht der Kuss zurück auf eine Tradition der Zünfte im 19. Jahrhundert. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um einen romantischen Liebesbeweis, sondern vielmehr um einen Ausdruck von Freude, Brüderlichkeit und Gleichheit.

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