Mengeder Moscheegemeinde setzt Zeichen der Solidarität

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Elif Güler (r.) übergibt die Einkäufe an den Nachbarn Dieter Bott (Mi.); (Fotos: IN-StadtMagazine)

Auf Initiative der „Türkisch Islamischen Gemeinde Dortmund-Mengede e. V.“ nehmen seit Anfang April 12 Dortmunder DITIB-Gemeinden an der Aktion, bei der die zahlreichen Dortmunder Kirchen täglich um 19:30 Uhr ihre Glocken läuten lassen, teil, um ein hörbares Zeichen für Zusammenhalt und Solidarität in Zeiten der Corona-Krise zu setzen.

Die Moscheegemeinden beteiligen sich mit einem Gebetsruf, der sich mit dem Sonnenuntergang verschiebt, zwischen 20:00 und 20:30 Uhr an dieser Initiative. Sie betonen, dass es gerade in der aktuellen Situation wichtig sei – unabhängig von religiöser Ausrichtung und Herkunft – diesen schwierigen Weg durch die Krise gemeinsam und solidarisch zu gehen.

Erstmals war jetzt der Mittagsgebetsruf, mit dem für die Gesundheit und die Genesung aller Menschen und für eine friedvolle harmonische gemeinsame Zukunft gebeten wurde, aus der Mevlana Moschee in Mengede auch in deutscher Sprache zu hören.

Wie alle Gotteshäuser ist auch die Mevlana-Moschee zur Zeit geschlossen. Um den Gemeindemitgliedern zumindest eine virtuelle Teilnahme an dem Freitagsgottesdienst zu ermöglichen, war ein Team der türkischen Internetplattform „NRW Gündem Gazetesi“ vor Ort und übertrug die Predigt von Imam Adem Mucuk live aus der Moschee auf facebook.

Als Zeichen von Zusammenhalt, Solidarität und Verständigung bietet die Jugendgruppe der „Türkisch Islamischen Gemeinde Dortmund-Mengede e. V.“ den älteren Menschen in der Nachbarschaft ihre Hilfe in Form von Besorgungen und Einkäufen an. Im Rahmen dieser Hilfsaktion überreichte Elif Güler von der Jugendgruppe dem unmittelbaren Nachbarn der Moschee, Dieter Bott, einen Lebensmittel-Einkauf.

Das gute Zusammenleben aller Religionsgemeinschaften ist in Dortmund-Mengede schon seit Jahren erfolgreich und etabliert. Aktionen wie diese sind ein gutes Beispiel dafür.

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