Heinrich-Heine-Gymnasium ist die erste „Digitale Schule“ in Dortmund

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Die Verleihung des Siegels "Digitale Schule" fand in den Räumen der Schule statt statt. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Das Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) in Nette trägt als erste und bisher einzige Schule in Dortmund den Titel „Digitale Schule“.

Oberbürgermeister Thomas Westphal, Schuldezernentin Daniela Schneckenburger und Martin Depenbrock vom Schulverwaltungsamt Dortmund hatten die Einladung des Heinrich-Heine-Gymnasiums gerne angenommen, um an der offiziellen Verleihung des Siegels „Digitale Schule“ teilzunehmen. Im Konferenzsaal der Schule fanden sich neben der Schulleiterin Susanne Köhnen und einigen Lehrkräften auch jeweils drei Schülerinnen und Schüler ein, um über ihre Erfahrungen mit der Digitalisierung im Unterricht im Allgemeinen und dem Corona-bedingten „Homeschooling“ an ihrer Schule zu berichten.

 

Die Organisation und praktische Umsetzung des Distanzunterrichts empfanden sie als sehr gelungen, obwohl nicht alle Schüler mit den notwendigen Endgeräten ausgestattet waren. Zu diesem Manko hatte Martin Depenbrock eine gute Nachricht mitgebracht und versprach: „200 weitere iPads werden bis Weihnachten an das HHG ausgeliefert, die dann entsprechend der Bedürftigkeit an die Schüler*innen ausgegeben werden können.“

Lehrer Axel Torka erklärte: „Im HHG gibt es 56 Accesspoints, über die in den Klassenzimmern oder sogar in der Turnhalle 700 Geräte gleichzeitig online gehen können. Trotzdem ist die technische Infrastruktur noch ausbaufähig, da das WLAN immer noch mit Kupferkabel und nicht mit modernen Glasfaserverbindungen bedient wird.“

Bereits im Frühjahr 2020 hatte das HHG ein Konzept zum Lernen und Lehren in der digitalen Welt bei der Berliner Initiative „MINT Zukunft schaffen“ eingereicht.

Zwei unabhängige Auditoren begutachteten daraufhin die folgenden fünf, für die Auszeichnung relevanten Kriterien:

  • Pädagogik und Lernkulturen
  • Qualifizierung der Lehrkräfte
  • Vernetzung mit Eltern, Kommune, Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Akteuren
  • Dauerhafte Implementierung von Konzepten zur digitalen Bildung
  • Zugang zur Technik und Ausstattung der Schule

Das HHG hat hierbei auf Anhieb die zweithöchste Bewertung „Expert“ erreicht und gleichzeitig den Anspruch, sich bei der Rezertifizierung in drei Jahren auf das höchste Level „Professional“ zu verbessern.

Alle Beteiligten freuen sich sehr darüber, dass die in den letzten Jahren intensiv betriebenen Entwicklungen der Digitalisierung des Heinrich-Heine-Gymnasiums mit dieser begehrten, wie auch renommierten Auszeichnung prämiert wurden.

Nachfolgend ein Auszug aus den Kriterien, die für die Verleihung des Siegels „Digitale Schule“ relevant waren:

  • Eigenverantwortung und Kooperation im Umgang mit digitalen Medien finden sich im Schulleitbild des HHG wieder. IT-Angebote wie Informations- und Kommunikationstechnische Grundlagen, Profil- und Grundkurse Informatik sowie Arbeitsgemeinschaften und Workshops (z. B. Roboter, 3D-Simulation, Video, 3D-Druck und Drohnen) stehen zur Verfügung.
    Darüber hinaus finden regelmäßige Workshops im schuleigenen zdi-zertifizierten Schülerlabor TecLab NordWest für eigene und externe Schüler*innen statt (teclab.heinrichheinedo.de).
  • Ein sechsköpfiges IT-Team bietet in Bezug auf Qualifizierung des Kollegiums folgende Angebote: Tägliche Sprechstunden, digitale Weiterbildungsangebote (z. B. selbsterstellte Lernvideos), kollegiumsinterne Fortbildungen.
  • Um die Vernetzung von Eltern, Schüler*innen und Partnern zeitgemäß zu gestalten, hat das HHG ein eigenes Team für die Öffentlichkeitsarbeit. Das Team betreut zentral die digitalen Kanäle wie die Homepage, Instagram, Facebook oder auch die Kommunikation mit der Presse.
  • Das HHG verfügt über folgende technische Infrastruktur:
    – Flächendeckendes WLAN (56 Accesspoints, täglich über 700 Geräte gleichzeitig im WLAN)
    – In allen Klassen-/Fachräumen sowie der Turnhalle befinden sich Präsentationsflächen, Beamer, AppleTVs und Lautsprecher
    – 10 mobile Touchscreens
  • Neben der Administration der iPads ist das IT-Team auch für die digitale Infrastruktur zuständig:
    – Aufsetzen und Wartung von fünf eigenen Servern
    – Accountmanagement für diverse schulinterne Systeme
    – 24/7 Support über eine eigene technische Plattform (Ticketsystem)
    – Beratung und Überprüfung des Datenschutzes
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