Heider Spielgruppe gab umjubeltes Jubiläumskonzert

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Die Heider Spielgruppe bei ihrem Jubiläumskonzert im Kulturzentrum Mengeder Saalbau. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Vor fast ausverkauftem Mengeder Saalbau zelebrierte das Akkordeonorchester anlässlich seines 40-jährigen Bestehens ein großes Festkonzert. Trotz der großen Wärme hatten es sich die Besucher nicht nehmen lassen, mit der Heider Spielgruppe zu feiern.
Als Eröffnungsnummer spielten die Heider mit viel Schwung den Titel „Perlender Champagner“, passend zum Jubeljahr. Danach reihten sich viele bekannte Titel rund um das Motto „Akkordeon International Vol. 1“ aneinander, die das Publikum mitnahmen auf eine musikalische Reise um die Welt.

So ging es zunächst nach Frankreich („Fantasie über Parlez-moi dámour“), über eine „Bagatelle“ des deutschen Komponisten Rixner, nach Nordafrika mit den „Tunesischen Impressionen“, über den „Persischen Markt“ sogar bis ins Weltall mit „Stars Wars“ und einem „Mondspaziergang“. Die Stimmungen der unterschiedlichen Länder wurden vom Orchester unter seinem Dirigenten Karl-Heinz Poppe wunderbar eingefangen und interpretiert. Eine Besucherin kommentierte hinterher, dass beim Persischen Markt bei ihr das „Kopfkino“ begonnen hätte. Sie hätte die Kameltreiber und die Gaukler gehört und das Eintreffen der Prinzessin sowie die Schlangenbeschwörer in Gedanken miterlebt.
In der Pause lud das Orchester seine Gäste anlässlich des Jubiläums zu einem Gläschen Sekt ein.

Im zweiten Teil begann zunächst das Nachwuchsorchester unter der Leitung von Bianca Timmermann mit „Caravans Theme“ aus dem Film Caravans, das das Publikum auf eine Wüstensafari entführte. Danach ging es sehr temperamentvoll weiter auf den Balkan mit dem „Danza Kuduro“. Hier wurde den jungen Akkordeonisten viel Fingerfertigkeit abverlangt, was sie aber mit Bravour meisterten. Nach einem gemeinsamen Titel beider Orchester, dem sehr stimmungsvollen Highland Cathedral, wobei ein schottischer Dudelsack den Ton angab, ging es weiter in die Karibik. Hier kämpften die Piraten aus dem „Fluch der Karibik“. Auch hier gab es für die Zuhörer viele Assoziationen zu dem gleichnamigen Film, wunderbar in Szene gesetzt vom Orchester.

Emotionaler Höhepunkt aber waren die „Katalanischen Impressionen“, komponiert von dem verstorbenen Mengeder Musiklehrer Fred Witt, den viele Zuhörer und Spieler persönlich gekannt haben. Den Solopart spielte Heinz Weckendrup, der Ehemann der Orchestergründerin Irene Weckendrup, die eine Nichte von Fred Witt war. Dieses Stück weckte viele Erinnerungen und Emotionen, dass vereinzelt sogar Tränen liefen. Nach einem Stück aus Dalmatien, einem Satz aus der London Suite, endet das Konzert mit der berühmten „Bohemian Rhapsody“ der Gruppe Queen, einem Stück, das beim letzten Konzert so viel Anklang gefunden hatte, dass das Orchester es noch einmal aufführte.

Danach brandete der Applaus so stark auf, dass die Heider Spielgruppe noch eine Zugabe gab – den Cancan aus „Orpheus in der Unterwelt“. Dabei hielt es die Gäste nicht mehr auf ihren Plätzen, es gab Standing Ovations und minutenlangen Beifall. Das war der verdiente Lohn für ein tolles Konzert, ein Jahr lang Arbeit an den Stücken, eine gelungene Musikauswahl durch Karl-Heinz Poppe und Bianca Timmermann und eine wunderbare Umsetzung durch die Spielerinnen und Spieler. Fortsetzung folgt!