Für Zukunft der Rettungsrobotik – das DRZ zieht von Hörde nach Bodelschwingh

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Momentan muss die Erkundungsdrohne noch ferngesteuert werden. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Noch gibt es das Deutsche Rettungsrobotik Zentrum (DRZ) in den Räumen an der Konrad-Adenauer-Allee. Doch die Pläne sind einfach zu groß geworden, als dass sie hier noch lange hineinpassen würden. Zwar ist der Bau einer neuen Halle auf Phoenix West weiterhin geplant, jedoch in „zeitlichen Verzug geraten“, wie Dirk Aschenbrenner, als Direktor der Feuerwehr Dortmund Koordinator des Forschungsverbundes zum Thema Rettungsrobotik, erzählt. Deshalb hat jetzt der umfangreiche Umzug in die alte Maschinenfabrik Völkmann in Bodelschwingh begonnen.

Was dort entstehen soll, ist die Zukunft der Rettungsrobotik. Bereits jetzt werden für Einsätze, die eine Gefahr für die Rettungskräfte darstellen, Roboter eingesetzt. So versah man beispielsweise in Paris einen Roboter mit einem Schlauch und bewegte ihn per Fernsteuerung in die Kathedrale Notre Dame, um den verheerenden Brand im letzten Jahr zu löschen. Und auch eine durch das DRZ entwickelte Drohne kam kürzlich in den Niederlanden zum Einsatz, um einen Flächenbrand zu erkunden. Diese scheiterte jedoch daran, dass der Bereich bereits vollständig schwarz geworden war und eine Orientierung an Kontrasten im Beobachtungsgebiet nicht mehr möglich war.

„Das große Potenzial wird die Automatisierung sein“, ist Aschenbrenner überzeugt. Ziel sei es, eine „Technologie zu entwickeln, die Feuer sehr früh entdeckt“ und die Einsatzkräfte zur Spitze des Brandes führe. Da Flächenbrände in der Regel eine Keilform aufweisen, kann gezieltes Löschen an dieser Stelle das gesamte Feuer unter Kontrolle bringen. Momentan verliert eine entsprechende Drohne im Rauch die Orientierung, doch dank Künstlicher Intelligenz soll das bald anders werden.

„Das Argument ,Das haben wir immer schon so gemacht und das hat sich so bewährt’ funktioniert in unserer Branche nicht“, macht Aschenbrenner deutlich. Trotzdem betont die zuständige Ingenieurin: „Wir testen das Ganze auf Herz und Nieren.“

Dabei sind bereits mehrere Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Industriebetriebe und AnwenderInnen, die ihre Forschungs-, Entwicklungs- und Testkapazitäten einsetzen, um die großen Pläne für die Rettungsrobotik langfristig umzusetzen. Auch ein deutsch-französisches Projekt zum Einsatz von Drohnen in verstrahlten Gebieten hat bereits stattgefunden.

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