Barbarafeier hat Tradition in Bodelschwingh

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Verantwortliche und Gäste in der Maschinenhalle der ehemaligen Schachtanlage „Zeche Westhausen“ in Bodelschwingh. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Am 4. Dezember jeden Jahres ist „Barbaratag“, der Tag zum Gedenken an die Heilige Barbara von Nikomedien. Sie ist u. a. die Schutzheilige der Bergleute. Am ersten Samstag nach dem Barbaratag findet inzwischen traditionell eine Gedenkfeier im Museum auf der ehemaligen Schachtanlage „Zeche Westhausen“ in Bodelschwingh statt.

In diesem Jahr hatte die Seniorengruppe (ehemals REVAG) am 7. Dezember in die Fördermaschinenhalle an der Bodelschwingher Straße eingeladen. Der Einladung folgten so viele Besucher*innen, dass am Ende gar nicht für alle ausreichend Sitzgelegenheiten zur Verfügung standen.

Helma Adler als Vorsitzende und das Team der Seniorengruppe hatten die Maschinenhalle feierlich hergerichtet. Die Figur der heiligen Barbara stand – wie es Bergmannsbrauch gewesen ist – vorn auf einem zum Altar geschmückten Tisch.

Dahinter wartete der „Gemischte Chor Westerfilde“ auf seinen Einsatz. Doch zunächst begann die Veranstaltung mit einer kurzen Eröffnungsrede durch Gerd Obermeit, den Vorsitzenden des Heimatvereins Bodelschwingh und Westerfilde e. V. Anschließend ergriff Waldemar Luziga als Vorsitzender der lokalen Gruppe in der IGBCE kurz das Wort, um des verstorbenen Gründers und langjährigen Vorsitzenden der REVAG Seniorengruppe in Bodelschwingh und Westerfilde Horst Schmidt zu gedenken.

Nach einer kurzen Schweigeminute begann der Chor mit dem Lied „Mein Westfalenland“. Pastor Ulrich Gröne lud dann ein zum Dankgottesdienst zu Ehren der heiligen Barbara. Mit seinen wohl bedachten Worten erreichte er alle Menschen im Raum. Nach dem Lied „Großer Gott wir loben Dich“ verlas Sabine Obermeit das „Einfahrtsgebet der Bergleute“. Es folgte noch einmal der gemischte Chor Westerfilde unter der kommissarischen Leitung von Miriam Schrödter mit dem Lied „Lobet den Herren“. Nach dem gemeinsamen „Vater unser“ wurde das alte Bergmannslied „Wenn schwarze Kittel…“ gesungen.

Das Grußwort sprach traditionell Klaus Völkmann zu den Besucher*innen. Er bedankte sich ganz besonders bei Helma Adler und der Seniorengruppe für die Durchführung der Gedenkfeier. Die Tradition der Barbarafeier soll auch in den nächsten Jahren beibehalten werden. Ganz zum Schluss sangen dann alle gemeinsam „Glück auf, der Steiger kommt“. Bei der 7. Strophe standen selbstverständlich alle auf und natürlich wurde am Ende des Liedes allen ein Pinneken Korn angeboten.

Nach dem Ende der eigentlichen Feier blieben die Gäste noch eine ganze Zeit im Gespräch beieinander. Nicht wenige nutzten die Gelegenheit zu einem Rundgang durch das Museum.

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