Silberlinge feierten das „Zehnjährige“

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Lüdos Seniorenchor animierte auch zum Mitsingen. (Fotos: IN-StadtMagazine)

In mancherlei Hinsicht sind die Lütgendortmunder „Silberlinge“ ohne Frage der „etwas andere Chor“. Am Augenfälligsten ist womöglich die personelle Entwicklung: Während sich die Gesangsensembles im Umkreis fast ausnahmslos mit Mitgliederschwund herumzuplagen haben, sind die vor zehn Jahren mit siebzehn Sängerinnen und Sängern gestarteten Lütgendortmunder mittlerweile fast auf dreifache Größe expandiert, und nicht einmal bei den Männerstimmen herrscht Besetzungsnot.

Auch die Probetermine sind eher ungewöhnliche, los geht’s im ev. Gemeindehaus an der Westricher Straße nämlich alle vierzehn Tage am Donnerstagvormittag.

Vor zehn Jahren hob Kantorin Hannelore Heinsen das Ensemble aus der Taufe, um dem Kirchenchor eine etwas weniger ambitionierte Alternative zur Seite zu stellen, bei der Geselligkeit eine wesentliche, tragende Rolle spielen sollte. Bei der Zusammenstellung des Repertoires zählte dann auch von Beginn in allererster Linie der Spaß-Faktor, und entsprechend finden sich sowohl neue geistliche Lieder als auch Volksweisen und Schlager im Programm von Lüdos Seniorenchor wieder.

Mit dieser Mischung sind die Lütgendortmunder mittlerweile jährlich bei etwa einem halben Dutzend Veranstaltungen vertreten. Da darf dann – noch so eine Besonderheit – von Seiten des Publikums gerne mal mitgesungen oder mitgeklatscht werden, denn schließlich geht es ja um ein Gemeinschaftserlebnis.

So war es auch beim Jubiläumsauftritt Ende Oktober in der Bartholomäuskirche, bei dem man die Besucher genau genommen gleich zu drei Konzerten eingeladen hatte. Zwischen 25 und 40 Minuten umfassten die Blöcke, die zum einen einige Stücke aus der Anfangszeit des Chores neu aufgriffen, zum anderen die musikalischen Highlights der letzten Jahre servierten und schließlich mit Liedern des aktuellen Programms auf die Zielgerade einbogen.

Zwischendurch wurden die Gäste durch die Sängerinnen und Sänger – auch mit Selbstgemachtem – bewirtet und verpflegt. Gerade beim Dortmund-Song oder bei „Möge die Straße uns zusammenführen“ musste man die Lütgendortmunder nicht sehr bitten, ihr Scherflein zum Gelingen des Tages beizutragen, und das als Zugabe gebrachte Steigerlied beherrscht jeder Dortmunder ohnehin im Schlaf.

So ging nach „brutto“ fast dreieinhalb Stunden letztlich eine Veranstaltung zu Ende, die im Publikum flächendeckend für gute Laune sorgte, und nicht nur Chorleiterin Hannelore Heinsen bestätigt haben dürfte, dass es für Lüdos „etwas anderen Chor“ derzeit ausgesprochen gut läuft.

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