„Sehen wir uns auf der Kirmes?“ – in Lüdos Ortskern wurde es vier Tage lang richtig voll

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Durchgehend viel Betrieb: Die Mundwinkel der Schausteller dürften während der diesjährigen Kirmes kontinuierlich nach oben gewandert sein. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Ja, die Bartholomäuskirmes hatte in vergangenen Jahren schon mal den einen oder anderen Bierstand bzw. das eine oder andere Fahrgeschäft mehr – vorbei sind schließlich die Zeiten, als „Kirmes“ ein Selbstläufer war. Und auch der Rewe-Neubau bzw. die Tatsache, dass seit einigen Jahren Feuerwehrfahrzeuge an jedem Haus auf der Strecke anleitern können müssen, hat es den Organisatoren in jüngerer Vergangenheit nicht gerade leichter gemacht.

Wer sich allerdings in diesem Jahr – Sommerwetter plus Schulferien! – auf den Weg zum Lütgendortmunder Traditionsrummel machte, durfte zufrieden feststellen: da geht nach wie vor noch so einiges!

Wie in glorreichsten Zeiten schoben sich die Besucher am Samstag auf der Limbecker Straße dicht aneinander vorbei, gönnten sich Familien einen Snack am Bratfischstand, enterten todesmutige (kreischende) Teenager die diversen Höllenmaschinen auf dem Festplatz und wagten nicht minder todesmutige kleine Besucher aufgeregt die ersten Runden im Kettenflieger. Selbst am Sonntag, gerade von Einheimischen gerne mal als Boxenstopp wahrgenommen, herrschte flächendeckend Betrieb auf dem „Rundkurs“ durch den Ortskern.

Und schließlich der Montag: Seit immerhin 130 Jahren fest im Programm der Bartholomäuskirmes verankert, ist er mittlerweile so etwas wie ein Sinnbild der Lüdo-Tradition. Denn ganz ehrlich: Wer sonst feiert schon, ohne Feiertag weit und breit, bis Montagnacht durch? Der Lütgendortmunder tut’s, auch wenn es dafür, wie in früheren Zeiten, längst nicht mehr wie selbstverständlich einen freien Tag gibt. Am letzten Kirmestag trifft man sich wieder, wird ein bisschen nostalgisch, ein bisschen lokalpatriotisch und freut sich des Lebens.

Am Ende dann stellt sich gerne mindestens ein bisschen Wehmut ein, weil gerade nicht nur der Rummel, sondern möglicherweise auch der Sommer seine Abschiedsvorstellung gegeben hat. Aber hilft ja nix! Bis zum nächsten Jahr muss jeder Lütgendortmunder seine eigene Strategie finden, sich damit zu arrangieren, für Ende August 2020 allerdings gibt’s den Tipp: wiederkommen!

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