„Planen und Bürgerbeteiligung“ mischt sich ein – Martener Arbeitskreis hat mehrere Projekte im Blick

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Auch das „Radwegenetz“ gehört zu den zentralen Themen des Martener Arbeitskreises.(Symbolfoto: pixabay)

 

 

Was direkte Bürgerbeteiligung angeht, kann Marten anderen Stadtteilen mittlerweile fraglos als Vorbild dienen. Mit dem „Meilenstein“ etwa gibt es einen selbst-organisierten Nachbarschaftstreff, und die Arbeitskreise des „Martener Forums“ kümmern sich auf vielfältige Weise um die Entwicklung des Ortes. Was es allerdings wiederum schwierig macht, die breite Bevölkerung über eigene Pläne auf dem Laufenden zu halten und beim Einmischen „mitzunehmen“.

Zwei zentrale Projekte des AK „Planen und Bürgerbeteiligung“ sollen daher hier einmal kurz zusammengefasst werden:

Radwegenetz
Auf kommunaler sowie Landes- und Bundesebene wird derzeit an Mobilitäts-Konzepten, bei denen das Fahrrad im Mittelpunkt steht, gearbeitet. Bekanntestes Projekt dürfte der Radschnellweg Ruhr (RS1) sein, der vom westlichen Teil der Dortmunder City bis zur Auffahrt Dorstfeld entlang der A40 verlaufen soll.
Parallel dazu denkt der Regionalverband Ruhr über einen Ausbau des Radwegenetzes zwischen den Stadtbezirken Lütgendortmund und Huckarde und weiter in die westliche City nach.

Nach Ansicht des Martener Forums sollte auch ihr Stadtteil – immerhin in knapper Entfernung zur Dortmunder TU gelegen – in derartige Überlegungen einbezogen werden: Beispielsweise, indem die beiden erwähnten „Ost-West-Trassen“ durch eine Nord-Süd-Verbindung verknüpft werden, die an der Auffahrt Dorstfeld beginnt. In unmittelbarer Nähe mündet dort nämlich die Straße „In der Meile“ (!) auf die Planetenfeldstraße, allerdings als nicht-öffentlich befahrbarer Weg. Der Arbeitskreis strebt den Ausbau dieses Weges zu einer Fahrradstraße bis zum Martener Hellweg an; was die weitere Trassenführung durch den Ort angeht, wurden drei Varianten erarbeitet.

Die Lütgendortmunder BV immerhin unterstützt die Initiative und leitete den Vorschlag an die Stadtverwaltung weiter. Derzeit überprüft Dortmunds Straßenverkehrsbehörde die Möglichkeiten. Wie letztlich entschieden wird, mag auch davon abhängen, ob für den allerersten Abschnitt des Weges (nahe der RS1-Anbindung) Bundesfördermittel fließen könnten.

Aldi-Neubau
Nach Reduzierung der örtlichen Sparkassen-Filiale zum Automaten-Standort schreckte die Martener im letzten Jahr der Erwerb der Immobilie durch Aldi Nord auf. Mittlerweile gibt es vom Discounter immerhin für den dort ansässigen Augenarzt eine Bestands-Garantie, die auch im Falle eines Neubaus auf dem Sparkassen-Areal Geltung hätte.

Der AK „Planen und Bürgerbeteiligung“ hingegen wünscht sich vom Rat der Stadt die Zusicherung, Baugenehmigungen nur noch dann zu erteilen, wenn hierdurch auch Wohnraum geschaffen wird. Auch mit Verweis auf Lidl und Aldi Süd, die ihre Neubaustrategie schon vor einiger Zeit entsprechend geändert haben.

Sollte stattdessen ein eingeschossiger Flachbau entstehen, zöge dies nach Meinung der Martener Bürger nicht nur den Wegfall von Wohnungen nach sich. Darüber hinaus entstünde direkt an der Schulte-Heuthaus-Straße ein Gebäude, das von seinem Charakter her eher zu einem Industriegebiet wie dem Indupark passen würde. Zwar gab es in dieser Angelegenheit laut Joachim Schmittgen vom Martener Forum bereits ermutigende Signale seitens der Stadtspitze, ob und in wieweit aber der Stadtrat dieser Sichtweise folgt, bleibt abzuwarten.

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