Neues St. Magdalena-Pfarrzentrum sorgt für mehr Freiraum – Baumaßnahmen haben begonnen

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Alles auf Null – nach der Fertigstellung aber wird das neue Pfarrzentrum nicht nur nach Ansicht von Pfarrer Guido Hoernchen zusätzliche Möglichkeiten für Gemeinde und Ortsteil bereitstellen. (Foto: IN-StadtMagazine)

Der „Trommelwirbel“ zog sich ein beachtliches Weilchen, aber manchmal mahlen offizielle Mühlen eben etwas gemächlicher: Nachdem die St. Magdalena-Gemeinde bereits 2012 beschlossen hatte, das marode Lütgendortmunder Pfarrhaus durch ein modernes Gebäude zu ersetzen, legte man sich vor ziemlich genau drei Jahren im Rahmen eines Architektenwettbewerbs auf den Siegerentwurf fest.

Pfarrer Guido Hoernchen begleitet das Thema demnach schon seit dem ersten Tag seines Amtsantritts im September 2014.

Vor allem finanzielle Genehmigungs- und im Blick auf kirchliche Anforderungen notwendige Anpassungsprozesse waren es, die den ersten Spatenstich noch über einige Zeit hinauszögerten. Zudem musste unter anderem auch die Denkmalbehörde den geplanten Neubau erst absegnen, da beispielsweise darauf zu achten ist, dass Pfarrhaus und Kirche hinsichtlich ihrer Außenfassaden auch künftig eine Einheit bilden.

© DEEN architects/wbp Landschaftsarchitekten GmbH

Seit Mitte Oktober allerdings wird in Lüdos Ortskern nun endlich gebuddelt und abgerissen, und dies in sportlichem Tempo: Das Panorama entlang der Limbecker Straße ändert sich fast täglich.

Entstehen soll dabei schließlich ein Gebäude, welches nicht nur wie bisher Pfarrerswohnung und ein kleines Büro beherbergt, sondern dem Pastoralen Raum als Verwaltungszentrum dienen wird. Künftig also soll die interne Organisation des Pastoralverbunds stärker als bislang zentral von der „Servicestelle“ Lütgendortmund aus koordiniert werden – ohne allerdings die jeweiligen bisherigen Kontaktbüros vor Ort aufzugeben, wie Guido Hoernchen betont. Parallel dazu wird es an Stelle eines Außendienstmitarbeiters eine/n Verwaltungsleiter/in für die Gemeinden des Dortmunder Westens geben, der/dem dann die „nicht-pastorale“ Koordination obliegt. „Denn wenn ich momentan in meinen Kalender blicke“, bedauert Lütgendortmunds Pfarrer, „befinden sich die ausdrücklich seelsorglichen Termine leider eher in der Minderzahl.“

Neben Büros, Pfarrerswohnung sowie Konferenz- und Lagerräumen beherbergt der Neubau im ersten Stock auch ein Appartement. Wozu das? Mit leichtem Schmunzeln erläutert Guido Hoernchen, ein Pfarrhaus müsse bis heute zwingend das vorweisen, was früher „Haushälterinnen-Wohnung“ genannt worden ist. Hinsichtlich der tatsächlichen Nutzung allerdings gebe es dann keine allzu strengen Vorgaben: „Nutzen können wir diesen Wohnraum z. B. auch zur Vermietung oder um Praktikanten bzw. Gemeindereferenten in Ausbildung dort unterzubringen.“

Für den Pfarrer, das Pastoralteam und die beteiligten Gremien bietet die mit einer Neugestaltung des Vorplatzes einhergehende Baumaßnahme nicht nur pragmatische Vorteile, sondern sendet auch ein deutliches Signal. Nach der Fertigstellung nämlich werden nicht nur Pfarrhaus, bestehendes Gemeindezentrum und Kirche durch einen großen Platz zu einem Ensemble verbunden, das nach Guido Hoernchens Hoffnung deutlich stärker als bisher als Mitte der Gemeinde wahrgenommen wird. Zudem rücken die Gebäude von St. Magdalena so ein gutes Stück näher an den Ortskern – also ins Zentrum des öffentlichen Lebens – heran.

Genutzt werden kann die neue Freifläche, die von der Limbecker Straße durch keinerlei Mauer oder Sichtbarriere mehr begrenzt werden wird, etwa für Freiluftgottesdienste oder Festivitäten wie das parallel zur Bartholomäus-Kirmes stattfindende Gemeindefest. Etliche neue Möglichkeiten also, die sich nicht nur Lüdos Katholiken da ab der für den Sommer 2021 anvisierten Eröffnung bieten.

Zu hoffen indes steht, dass der neue Platz nicht nur zweckmäßig, sondern darüber hinaus auch ansehnlich daherkommt. Ist doch der nur wenige Meter entfernt liegende Marktplatz ein Ort, mit dem nicht wenige Lütgendortmunder bis heute hadern.

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