Musik bringt in Marten die Menschen zusammen

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Klassikfans erlebten in Martens katholischer Kirche einen Abend der Extraklasse. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Mitunter ist bekanntlich nichts so weit wie der Weg vom guten Willen bis zur guten Tat. Es kann allerdings auch anders laufen! Anfang 2019, also mit anderen Worten „vor kurzem“, entstand im Rahmen des Martener Forums die Idee, ein Musikfestival im und für den Stadtteil auf die Beine zu stellen, das sich auf unterschiedliche Martener Veranstaltungsorte erstreckt.

Die klare Positionierung der Verantwortlichen für Vielfalt bzw. gegen Ausgrenzung und politischen Extremismus lockte Gerhard Stranz, seines Zeichens Vorstandsmitglied der Theater- und Konzertfreunde Dortmund, auf den Plan – zunächst allerdings nur als interessierten Bürger. Der begeisterte Netzwerker bot den Stadtteilakteuren an, ihnen bei der Organisation des Events behilflich zu sein, und zündete nach der entsprechenden Zusage offensichtlich den Turbo.

Beste Kontakte zur Dortmunder Musikschule auf seiner Seite trafen auf ideale räumliche Voraussetzungen, da unterdessen auf Martener Seite sowohl katholische als auch evangelische und neu-apostolische Kirche mit im Boot saßen und ihre Kirchen zur Verfügung stellten. Nicht einmal vier Wochen später hatten Gerhard Stranz und seine Kontakte dem Ort eine komplette Veranstaltungsreihe gestrickt, die viele klassische Klänge sowie ein wenig Weltmusik umfasst, und bis Mitte April an unterschiedlichen Orten des Stadtteils zu hören und sehen sein wird.

Der Auftakt von „Marten liebt Vielfalt – Musik stärkt den Gemeinsinn“ gehörte am 14.2. vor vollen Rängen in der katholischen Kirche „Hl. Familie“ Musikern und Tänzern des Dortmunder Barockensembles, unterstützt vom Martener Gemeindechor „Cantamus“. In Anwesenheit u. a. von Stadtdirektor Jörg Stüdemann und dem ehem. Superintendenten der ev. Kirche Dortmunds, Paul Stamm, lieferten Solisten und Ensemblemitglieder einen Beweis ihrer Könnerschaft ab, und meisterten die Stücke aus der Zeit vom 16. bis zum 18. Jahrhundert mit großer Präzision und Ausdrucksstärke. Unter dem Motto „Barockmusik – hochaktuell“ fanden sich Besucher aus Ort und Stadtbezirk am Sadelhof ein, und dürften nicht nur am musikalischen Vortrag, sondern auch an den prunkvollen (und im Übrigen selbstgenähten) Gewändern des Tanzensembles Gefallen gefunden haben, die auch jedem größeren Kostümfilm zur Ehre gereicht hätten.

Nächster Akt des Festivals wird am 21. März, dem internationalen Tag gegen Rassismus, um 19 Uhr das Gastspiel von Chor, Schulorchester und Big Band des Bert-Brecht-Gymnasiums in Martens neu-apostolischer Kirche sein. „Unsere Zukunft liegt in deiner Hand“ lautet die Überschrift des Abends.

Am Abend des 3. April dann eröffnet der „Meilenstein“ eine Ausstellung mit Arbeiten von Günter Rückert. Parallel hierzu spielt das Transorient-Duo Andreas Heuser und Kioomars Musayyebi „Weltmusik auf 100 Saiten“.

Die Immanuelkirche ist Gastgeberin, wenn am 7. April ab 19 Uhr das Dortmunder Jugendsinfonieorchester DOJO unter der Leitung von Achim Fiedler klassische Werke zu Gehör bringt. Bürgermeisterin Birgit Jörder und Kabarettist Bruno Knust eröffnen den Abend.

Alle Termine von „Marten liebt Vielfalt – Musik stärkt den Gemeinsinn“ sind auch über die Website www.dortmund-marten.de in Erfahrung zu bringen.

Der Eintritt zu sämtlichen Veranstaltungen ist frei!

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