Martener Gabenzäune helfen noch bis Ende Juni

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Ilja Czech (ev. Eliaskirchengem.), Pfarrer Christian Höfener-Wolf (ev. Elias Kirchengem.), Wolfgang Hahn (Quartierskümmerer für Marten), Astrid Sperlinger-Rachilin (ev. Eliaskirchengem.), Ursula Stokowy (kath. Familienzentrum Marten), Ramona Sambolz (kath. Familienzentrum Marten), und Volker Raddik (Martener Forum, v. l.) beim Spendenzaun-Auftakt Anfang Mai an der Immanuelkirche. (Foto: Martener Forum)

Andernorts sind die Gabenzäune mittlerweile wieder aus dem Stadtbild verschwunden, das Martener Forum aber wird sein Angebot noch bis zu den Sommerferien aufrechterhalten.

Wobei das Wort Gabenzaun hier ein wenig in die Irre führt, eigentlich ähnelt die Martener Initiative doch eher dem Service der Dortmunder Tafeln. Sowohl an der Immanuelkirche im Bärenbruch als auch am Haus Kesselborn werden bedürftige Menschen aktuell einmal wöchentlich mit dem Notwendigsten versorgt. Sämtlichen gepackten Tüten gemein ist, dass sie eine warme Mahlzeit enthalten – des Weiteren finden sich hier beispielsweise noch Kaffee, Tee, die eine oder andere Süßigkeit sowie Hygieneartikel. Und weil die Martener Gabenzäune den Bedürftigen über Religionsgrenzen hinweg zugute kommen sollen, wurde auch darauf geachtet, bei einigen der Taschen explizit auf Schweinefleisch zu verzichten.

Was die Logistik – also das Einkaufen, Einpacken und Verteilen – angeht, ziehen in Marten eine Menge Leute an einem Strang. Von der evangelischen und der neuapostolischen Kirchengemeinde über das kath. Familienzentrum und die örtliche JFS bis hin zu bethel.regional, mehreren Martener Vereinen und dem Christlichen Jugenddorf reicht die beeindruckende Allianz, welche sich dem Solidaritätsgedanken verschrieben hat.

Bei der Aktion „Ein Teil mehr im Einkaufswagen“ vor der Martener Aldi-Filiale kam Ende Mai richtig was zusammen. Die bunten Sammelkisten – hier präsentiert von Ursula Stokowy (Katholisches Familienzentrum Heilige Familie Dortmund-Marten), Gudrun Schmelter (Katholische Gemeinde Marten) und Ute Cüceoglu (Martener Forum und SPD Germania) – hatten die Kinder der Kita Hl. Familie gestaltet. (Foto: IN-StadtMagazine)

Mindestens so erfreulich aber ist die allgemeine Spendenbereitschaft, denn gespeist wurde und wird die vom Martener Forum initiierte Solidaritätsaktion nicht nur durch finanzielle Unterstützung seitens der Bezirksvertretung sowie Aldi Nord, sondern auch über die Aktion „Ein Teil mehr im Einkaufswagen“, bei der sich die Bürger des Stadtteils im Laufe der letzten Wochen mehrfach nicht lumpen ließen. Rührend, wie die Aktion sogar noch hierüber hinaus eigeninitiativ unterstützt wurde: Mit einer größere Schutzmasken-Spende etwa, oder durch einen Schwung selbstgestrickter Socken.

Im finanziell sicher nicht auf Rosen gebetteten Dortmunder Ortsteil nehmen die Menschen sich also offenbar noch gegenseitig wahr und kümmern sich umeinander: Nicht die schlechteste Voraussetzung für ein funktionierendes gemeinschaftliches Leben!

Die Gabenzaun-Aktion findet an der Immanuelkirche (Bärenbruch 17-19) jeweils donnerstags von 10 Uhr bis 12 Uhr, vor dem Haus Kesselborn (Kesselborn 25) jeweils dienstags von 10 Uhr bis 12 Uhr statt.

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