Lüdos Gesamtschule hat einen neuen Chef

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Unaufgeregt und problemlos gestaltete sich an der Heinrich-Böll-Gesamtschule die Suche nach einer neuen Leitung. Seit kurz vor Weihnachten bekleidet Tobias Schnitker dieses Amt nun auch offiziell. (Foto: IN-StadtMagazine)

Manch andere Schule muss sich jahrelang im Provisorium einrichten, an der Heinrich-Böll-Gesamtschule dagegen ging’s ruck-zuck: Seit kurz vor Weihnachten tritt der bisherige kommissarische Leiter Tobias Schnitker auch höchstoffiziell in die Fußstapfen seiner Vorgängerin Mechtild Gith. Bereits seit 2011 unterrichtet der gebürtige Warendorfer in Lütgendortmund Mathematik und Sport.

Als stellvertretender Schulleiter schließlich gelangte er im Laufe der letzten Jahre zu der Überzeugung, ein Job in der ersten Reihe könne ihm Spaß machen. Wobei der 48-Jährige die großen Herausforderungen seines neuen Postens keineswegs leugnet. Den Schülern, den Eltern, seinem Kollegium und schließlich auch den Ansprechpartnern in Politik und Gesellschaft gleichermaßen gerecht zu werden, ihnen allen mit gleicher Wertschätzung zu begegnen und bei alldem die Unterrichts-Qualität hochzuhalten: das sei eine anspruchsvolle Aufgabe, auf die auch kein Lehramtsstudium wirklich vorbereiten könne.

Mit den Herausforderungen einher gingen allerdings auch große Gestaltungsmöglichkeiten – nicht nur intern, sondern auch, was die Rolle seiner Schule und ihre Verwurzelung mit dem Stadtbezirk angehe.
Letztlich, betont Tobias Schnitker, möchte er, dass seine Schüler stolz auf ihre Schule sind. Grund dazu besteht, wie ihr neuer Chef unterstreicht, beispielsweise dort, wo die Lütgendortmunder auch im überregionalen Vergleich die Nase vorn haben. Wer nämlich Interesse am (Schul-)Fach Psychologie hat, wird auf dem kompletten Stadtgebiet nur an der Heinrich-Böll-Gesamtschule fündig!

Ausgesprochen konkurrenzfähig ist man in Lüdo auch, was die Ausstattung mit digitalem Equipment und dem entsprechenden Know-how angeht – eine alles andere als selbstverständliche Kombination, herrscht in dieser Hinsicht doch immer noch ausgesprochener Fachkräfte-Mangel. Die Schule an der Westermannstraße allerdings schaffte sogar es als eine von bundesweit lediglich sechzehn Einrichtungen in das Förderprogramm „Schule in der digitalen Welt“. Hier lernen die teilnehmenden Pädagogen, all die neuen technischen Errungenschaften nicht nur blinken zu lassen, sondern auch effizient zum Wohle der Schüler einzusetzen.

Fragt man Lütgendortmunds neuen Schulleiter, welche Schwerpunkte er in näherer Zukunft setzen will, fällt ihm zunächst eine Neustrukturierung des Ganztagesangebotes ein. Außerdem liegt ihm am Herzen, die reichhaltigen Möglichkeiten auch für sehr leistungsstarke Kinder und Jugendliche an seiner Schule selbstbewusster in den Vordergrund zu stellen. Aktuell nämlich wird aus seiner Sicht am Ende der vierten Klasse viel zu häufig lediglich nach der Schulform entschieden.

Bange ist dem „Neuen“ auf der Brücke vor den künftigen Aufgaben aber keineswegs, wie er betont: „Über ein engagiertes Kollegium wie hier bei uns“, unterstreicht er, „kann man nämlich nur froh sein.“

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