„Lokal willkommen“ hilft Flüchtlingen sich zurechtzufinden – Lütgendortmunder Beratungsstelle eröffnet

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Es kann losgehen! Zur Einweihung begrüßte Sozialdezernentin Birgit Zoerner die beiden Zweigstellenleiterinnen Eileen Hofmann (Stadt Dortmund) und Moeeza Kamran (EHC, v. l.). (Fotos: IN-StadtMagazine)

Dies dürften selbst kritische Stimmen nicht leugnen können: Für die Integration von Flüchtlingen haben Haupt- und Ehrenamtliche des Stadtbezirks Lütgendortmund im Laufe der letzten Jahre ein dichtes, effizientes Netz geknüpft.

Das vor Jahren von Kirchengemeinde, Bezirkspolitikern und engagierten Bürgern gegründete Dialogforum hat bis heute die pragmatische Lösung konkreter Probleme vor Ort ebenso im Fokus wie eine Förderung harmonischen Miteinanders.
Anfang Februar nun hat die dafür nötige Infrastruktur im Stadtteil einen großen Schritt nach vorne getan: In einem seit Jahren leerstehenden Ladenlokal an der oberen Lütgendortmunder Sraße wurde eine Zweigstelle des städtischen Integrationsnetzwerks „lokal willkommen“ eingerichtet. Ziel der Einrichtung ist es, im Stadtbezirk lebenden Geflüchteten eine Anlaufstelle zu bieten, die ihnen bei der Bewältigung ganz alltäglicher Schwierigkeiten hilft. „Lösungsorientierte Beratung“, so Sozialdezernentin Birgit Zoerner anlässlich der Eröffnung, laute in diesem Zusammenhang das Stichwort. Gemeint sein könne damit z. B. Hilfe beim Lesen und Verstehen der Stromrechnung wie auch bei der Einschulung des Nachwuchses oder – ein echter „Dauerbrenner“ – Ratschläge rings um die richtige Mülltrennung.

Kooperationspartnerin der Stadt Dortmund ist in Lüdo European Homecare, bereits seit vielen Jahren auch für Leitung und Organisation der örtlichen Erstaufnahmeeinrichtung im Grevendicks Feld zuständig. Deren Mitarbeiterin Moeeza Kamran erläuterte, „lokal willkommen“ wolle zudem daran mitarbeiten, womöglich noch fremde Kulturen einander näherzubringen.

Mit der Einrichtung dieser insgesamt fünften Zweigstelle verfüge man, wie Dortmunds Sozialdezernentin zufrieden zu Protokoll gab, nunmehr über ein Netz, das sich mit Ausnahme der Innenstadt flächendeckend über das ganze Stadtgebiet spanne.
Eine Art „Außenstelle“ allerdings soll mittelfristig noch hinzukommen: Sobald die Neubauwohnungen auf dem ehemaligen Sportplatz an der Holtestraße bezugsfertig seien, möchte man eine wöchentliche Beratungsstunde ins Martin-Luther-King-Haus verlegen.

Die Räumlichkeiten an der Lütgendortmunder Str. 128 sind ab sofort montags und freitags von 9 bis 12 Uhr, dienstags von 13 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Unter den Rufnummern 0231/ 50-111 67, 0231/ 50-111 68 und 0231/ 50-111 69 ist die Beratungsstelle telefonisch zu erreichen.

Zur Eröffnung fanden sich etliche maßgebliche Kräfte des örtlichen Dialogforums an der Lütgendortmunder Straße ein.