Jona-Kids haben sich im Übergangsquartier eingelebt

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Kinder und Erzieherinnen haben es sich im Jugendheim mittlerweile gemütlich gemacht – auch wenn beim Spielmaterial hier und da noch improvisiert werden muss. (Fotos: IN-StadtMagazine)

„Die ersten zwei Wochen waren recht kribbelig“, fasst Kita-Leiterin Anna-Maria Zamani rückblickend zusammen. Inzwischen aber hat sich der Nachwuchs des Lütgendortmunder Jona-Kindergartens mit seiner neuen Situation offenbar ganz gut arrangiert. Am 23.9. hatte die Kids ein Schwelbrand in „ihrer“ Kita quasi über Nacht aus ihren Räumlichkeiten vertrieben.

Mit dem ev. Gemeindehaus indes fand sich unbürokratisch und binnen kürzester Zeit ein Ausweichquartier in unmittelbarer Nachbarschaft. Nun können die Kleinen den Fortgang der Renovierung in ihrer „alten Heimat“ täglich vom Fenster aus begutachten, was ihre Neugier selbstverständlich nicht eben dämpft. Dafür, dass sich ihr Heimweh in Grenzen hält, sorgten nicht zuletzt der Einrichtungsträger sowie zahlreiche Eltern durch umfangreiche Spenden von Möbeln und Spielzeug. Zudem stellte die Marienborn-Schule einen Schwung Stühle zur Verfügung, die dort seit Jahren ungenutzt im Keller ihr Dasein gefristet hatten, da sie dereinst versehentlich in zu kleinen Abmaßen bestellt worden waren: Man weiß eben nie, wofür’s gut ist!

Ins Nachbargebäude mitnehmen hingegen durften die Kinder leider buchstäblich nichts, hatte doch Ruß von verbranntem Kunststoff jeden noch so entlegenen Kita-Winkel mit einer klebrigen Schicht überzogen.

Vorläufig unbrauchbar: Giftige Rückstände von verbranntem Plastik machen im Jona-Kindergarten leider eine umfangreiche Renovierung notwendig, die noch mindestens bis Ende Februar gehen dürfte.

Spielzeug und Möbel gibt’s also wieder, und auch an Platz mangelt es an der Westricher Straße nicht. Improvisationsgeist wird bei den Erzieherinnen trotz allem bis auf weiteres Trumpf bleiben. Etwa, weil sich die Gruppen im Gemeindehaus auf mehrere Stockwerke verteilen, es aber nicht in jeder Etage Toilette und Waschräume gibt. Und weil diese dort, wo es sie gibt, selbstverständlich nie für Menschen konzipiert wurden, die spätestens in einem Meter Höhe enden.

Die Leitung und ihre Erzieherinnen tragen die aktuelle Situation pragmatisch und mit Fassung. Zumal auch gar nicht alles schlecht ist: An Begegnungen mit anderen das Haus nutzenden Gruppen wie z. B. den Silberlingen hätten bereits beide Seiten großen Spaß gehabt, freut sich Anna-Maria Zamani.

Im Ausweichquartier ist die gute Laune inzwischen zurück!

Auch die Christus-Kirchengemeinde selbst wird hier und da zum Umdisponieren gezwungen. Eine große Mitarbeiterfeier beispielsweise verlegten die Organisatoren gezwungenermaßen kurzfristig nach Bövinghausen. „Allerdings wissen alle, warum das so ist – und deswegen funktioniert es problemlos“, erläutert Pfarrer Michael Mertins.

Noch mindestens bis Ende Februar dürfte das Provisorium an der Westricher Straße beibehalten werden, dann heißt es für die Kleinen erneut „Koffer packen“. Und wer weiß schon, ob dann nicht auch das eine oder andere von ihnen ein bisschen wehmütig Abschied von dieser „etwas anderen Kita“ im Lütgendortmunder Gemeindehaus nimmt.

Der Brand im September hat in der Jona-Kita leider ganze Arbeit geleistet und auch die dort gelagerten Akten unbrauchbar gemacht. Leiterin Anna-Maria Zamani bittet daher alle Eltern, die ihre Kleinen für das nächste Jahr auf analogem Wege angemeldet hatten, noch einmal eine Anmeldung auf den Weg zu bringen!

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