Fast 40-fache Chance aufs Schnäppchen – in Marten konnte über Hoftrödelmärkte gebummelt werden

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Ein echter Außenposten der Veranstaltung war auf der Kaspar-Schulte-Straße zu finden. Doch auch hier zogen die beiden Nachbarsfamilien eine zufriedene Zwischenbilanz. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Trödelmärkte nicht an einem zentralen Platz zu veranstalten, sondern sie über die privaten Innenhöfe und Garagen eines Viertels zu verteilen und so die Besucher zum Stöbern und Bummeln einzuladen, liegt im Trend. Und das völlig zurecht, denn tatsächlich kann ein Viertel sich und seine Menschen auf diese Art viel besser kennen lernen, besteht doch an jeder Adresse aufs Neue die Chance auf nette Gespräche, überraschende Schnäppchen und – womöglich – sogar Verpflegung.

Ein Wagnis war die Martener Hoftrödelmarkt-Premiere „Cash inne Täsch“ Mitte Juni dennoch, denn zum einen braucht es bekanntermaßen manchmal einen langen Atem, um neue Veranstaltungsideen zu etablieren, und zum anderen kann solch ein Tag jederzeit buchstäblich ins Wasser fallen.

Doch siehe da: nicht fünf oder zehn, sondern fast 40 Martener Privathaushalte bauten gleich bei der Erstauflage Bänke und Campingtische auf, um auf ihrem ganz privaten Flohmarkt Besucher willkommen zu heißen. Die wiederum machten sich trotz des zu Anfang noch trüben Wetters tatsächlich auf den Weg, und das nicht nur aus Marten: auch aus Barop, Eichlinghofen oder dem Kreuzviertel stammten die Flaneure, die über unterschiedlichste Kanäle oder natürlich die gute, alte Mund-zu-Mund-Propaganda von dem Event erfahren hatten.

Auf Verkäuferseite herrschte selbst auf dem „Außenposten“ in der (etwas unterrepräsentierten) Germaniasiedlung Zufriedenheit vor. Ein echter „Hotspot“ wiederum war die Straße „Auf der Kiste“, die für sich alleine schon fast als Mini-Flohmarkt durchging. Dort Kinderkleidung oder -fahrräder, einige Eingänge weiter Bücher und Kassetten, am Ende der Straße Tischdeko und gar eine ausrangierte „Discokugel“: Mit ein bisschen Ausdauer mangelte es dem Trödel-Fan hier an nichts.

Eine wirklich sympathische Idee der Organisatoren auch, alle teilnehmenden Haushalte mit Live-Musik zu versorgen. Gitarrist Bernie Adamkewitz, Saxofonspieler Christian Naß sowie das Trompetenduo Julia und Ida von der Mallinckrodtschule bildeten so etwas wie die musikalische Klammer um die Veranstaltung und rundeten für manch einen Stadtteil-Bummler den Tag ab.

Ausnahmslos alle befragten Teilnehmer bekräftigten, auch beim nächsten Mal wieder mit von der Partie sein zu wollen: Das kann man eine „gelungene Premiere“ nennen. Man darf also gespannt sein, wie viele Martener das nächste Mal zu „Trödlern“ werden.

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