Denkmaltag auf Zollern – Bövinghausen kombinierte die Kulturveranstaltung mit einem Stadtteilfest

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Wenn gebastelt werden kann, darf der Rest warten: Die Bövinghauser FABIDO-Kita kümmerte sich um die Unterhaltung des Nachwuchses. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Eines sollte man vielleicht nicht ganz unter den Tisch fallen lassen: Der Tag des offenen Denkmals hat sich mittlerweile von seinem ursprünglichen Konzept auf leisen Sohlen ein deutliches Stück entfernt, denn eigentlich war ja der Plan, an diesem Tag im Spätsommer jeweils auch sonst verborgene private Baudenkmäler der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Aber möglicherweise bohrt man in dieser Hinsicht auch einfach zu dicke Bretter, mittlerweile jedenfalls gehen bei der „größten Kulturveranstaltung Deutschlands“ in allererster Linie die örtlichen Flaggschiffe ins Rennen.

Die allerdings hängen sich merklich rein, um für ihre Besucher unterhaltsame Pakete zu schnüren. Im Stadtbezirk Lütgendortmund öffneten Bartholomäus- und Immanuelkirche ihre Pforten, außerdem hatten Besucher die seltene Gelegenheit, die Räumlichkeiten von Schloss Dellwig unter die Lupe nehmen zu können.

Und dann gab es selbstverständlich noch das „Schloss der Arbeit“: Im Industriemuseum Zeche Zollern wurde der Tag gleich mit einem kleinen Stadtteilfest kombiniert. Während in der Lohnhalle die Band Watsonia Drive eine überzeugende Vorstellung ablieferte, hatten in der Maschinenhalle die ArGe-Modelleisenbahner sowie die Modellbauer vom Truck Car Club Dortmund ausgiebig Platz, um ihre Leidenschaft dem Publikum vorzuführen. Und apropos Truck: Spektakulärer Besuchermagnet war das vom WDR zur Verfügung gestellte, auf einem Lkw installierte virtuelle Bergwerk, bei dem bis hin zu Luftströmungen und Temperaturschwankungen die Illusion eines echten Arbeitsplatzes Unter Tage geschaffen werden kann. Das Team der örtlichen FABIDO-Kita sorgte mit einem Bastelangebot dafür, dass auch die jüngsten Besucher auf ihre Kosten kamen. Die konnten überdies auch in der Zechenbahn über das Gelände tuckern: ein unverwüstlicher Klassiker.

Zahlreiche Führungen und Vorträge ergänzten selbstverständlich ein Tagesprogramm, das den Dortmundern hier wie auch anderswo die historischen Schätze vor ihrer Haustür wieder ein bisschen mehr ins Bewusstsein geholt haben dürfte.

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