Bövinghausen hat neuen Jugendtreff und Jugendreferenten – eigentlich

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Es kann losgehen! Die Leiterin des Jugendtreffs, Fiona Forde, eingerahmt vom neuen Jugendreferenten Björn Braun (r.) und Thorsten Schwabe, der dessen Aufgaben bis Jahresende übergangsweise übernimmt. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Im Grunde befand sich der Bövinghauser Kinder- und Jugendtreff bereits im vergangenen Herbst im Landeanflug, um dann aufgrund baulicher Probleme und personeller Engpässe doch noch über ein halbes Jahr in der Warteschleife zu kreisen.

Hinzu kam, dass – um mal im Bild zu bleiben – ein Platz im Cockpit eine gewisse Zeit lang unbesetzt geblieben war, denn für Lütgendortmunds langjährigen Fachreferenten Andreas Rey hatte im November des letzten Jahres der Ruhestand begonnen.
Jetzt aber hat der Flieger offensichtlich festen Boden unter den Füßen, und zeitgleich stellte sich auch Andreas Reys Nachfolger erstmals der Presse vor. Ganz vorbei ist das Warten damit allerdings nicht, denn Björn Braun macht aus sehr nachvollziehbaren Gründen erst einmal wieder den Abflug.

Doch der Reihe nach: Schon Anfang März hatte der neue Treff unter der Leitung von Fiona Forde jeweils freitags einen Probebetrieb aufgenommen. In dieser Zeit lernten Mitarbeiter und Gäste sich ein wenig kennen, sammelten gemeinsam Vorschläge und Ideen für künftige Aktionen und verbreiteten die gute Nachricht weiter. Beim großen Eröffnungsfest Anfang April ließ es man es dann mit zahlreichen Angeboten krachen. Von Hopsburg und Kinderschminkstand über Live-Tanzeinlagen bis hin zum Besuch von BVB-Biene Emma war alles am Start, was heute zu einer Party für den Nachwuchs gehört. Dem signalisierte man, dass diese Adresse künftig immer mal einen Besuch wert ist.

Für den neuen Kinder- und Jugendreferenten Björn Braun wird die Entwicklung und Vernetzung des Treffs den ersten Schwerpunkt seiner Arbeit darstellen. Dass der langjährige Leiter der JFS Eving die neue Chefin der Einrichtung von deren vorheriger beruflicher Station – der JFS Brechten nämlich – gut kennt, ist für die Koordination sicherlich nicht von Nachteil.
Gemeinsam wollen die beiden etwa im Jahr 2020 für den Standort Bövinghausen eigene Kinderferienspiele ins Leben rufen. Ein weiteres Projekt des „Neuen“ könnte ein Aktionstag speziell für Jungen im Stadtbezirk sein, der den Besuchern u. a. reichlich Möglichkeiten zum „Auspowern“ bietet.

Auf das laufende Jahr allerdings beziehen sich diese Pläne nicht. Und das nicht zuletzt, weil Björn Braun Mitte März beim Pressetermin sozusagen nur auf der Durchreise war: Ab April nämlich steht für ihn Elternzeit an, so dass er den Lütgendortmundern erst ab Dezember endgültig zur Verfügung stehen wird. Des Verständnisses seines Vorgesetzten Mark Becker kann er sich dabei sicher sein: „Zum einen hat die Stadt ja den Anspruch, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern“, erläutert der Leiter des Fachbereiches Kinder- und Jugendförderung im Jugendamt, „und zum anderen habe ich es selbst genauso gehandhabt und war acht Monate ‘raus.“

In der Übergangsphase kümmert sich Thorsten Schwabe, Björn Brauns Hombrucher Kollege mit Wurzeln in Lütgendortmund, um den laufenden Betrieb. Seiner Aufgabe als Sprachrohr der Jugend möchte er bis Ende des Jahres in jedem Falle gerecht werden, betont aber auch: „Jeder Fachbereichsleiter hat seinen eigenen Stil. Ich werde mich also ein wenig zurücknehmen, um Björn Braun nicht in die Quere zu kommen.“

Ab Ende des Jahres dann soll Kontinuität im Stadtbezirk endgültig wieder Trumpf sein. Der Bövinghauser Kinder- und Jugendtreff dürfte sich bis dahin längst etabliert haben, sind die Verantwortlichen sich einig. Jetzt, wo der Flieger endlich gelandet ist.

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