Zurück zu den Wurzeln – und mit Volldampf voraus

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Die neue Leiterin der JFS Rahm ist eine gute Bekannte

„Am Borsigplatz geboren“ ist sie, wie auch der populärste Verein ihrer Heimatstadt. Beruflich aber gehört Andrea Kohls offenbar nirgendwo anders hin als nach Rahm. Die neue Leiterin der Jugendfreizeitstätte am Waldesrand nämlich benötigt an ihrem Einsatzort keine lange Einarbeitungszeit – sie ist schlichtweg „wieder da“!

Bekannte Gesichter begegnen ihr im Jungferntal auf Schritt und Tritt, kennt sie die Einrichtung und ihre Umgebung doch bereits seit dem Beginn ihrer Ausbildungszeit vor rund 28 Jahren. Ende 1992 dann trat sie ihre Stelle als hauptamtliche Kraft auf dem angrenzenden Abenteuerspielplatz an, und stand in den kommenden Jahren hunderten von Kindern und Jugendlichen mit Rat, Trost und praktischer Hilfe zur Seite.

Vor fünf Jahren aber geschah das eigentlich Undenkbare: Die heute 46-Jährige zog es in die Ferne, bzw. ans andere Ende der Stadt. „Als Leitung der JFS am Winkelriedweg konnte ich beweisen, dass ich mehr sein kann als eine vierte Hauptamtliche“, erläutert Andrea Kohls ihren damaligen Entschluss. Bereut hat sie ihre Entscheidung dann auch im Nachhinein keineswegs, wie sie betont. Und dennoch: Die Rückkehr zu den Wurzeln, in ihre alte Heimat, erfüllt sie sichtbar mit Begeisterung, beschreibt sich die Erzieherin doch selbst als Menschen, dem Nestwärme ausgesprochen wichtig ist.

Andrea Kohls selbst ist nicht die einzige, die mit der neuen Lage der Dinge überaus zufrieden ist. Ihr „Vorgesetzter“, Huckardes Fachreferent für Kinder- und Jugendförderung, Erwin Fischer, ist voll des Lobes über die Fachkompetenz der wohlbekannten neuen Leitungskraft, und hebt insbesondere ihre große Kooperationsfähigkeit und -bereitschaft hervor. Zudem unterstreicht er, wie gut Andrea Kohls den Stadtteil und die Menschen kenne. Auch das dürfte ihr helfen, wenn sie die aktuellen Herausforderungen einer Führungskraft in der Jugendarbeit angeht, wie etwa das Vermitteln von Medienkompetenz oder demokratischen Werten.

Mehr als nur eine passive Rolle sollen ihre Schützlinge bei der Bewältigung dieser und anderer Aufgaben einnehmen, wenn es nach Andrea Kohls und ihrem Team geht. Eine aktive Einbindung der Jugendlichen in Entscheidungsprozesse ist vielmehr Trumpf, um sowohl Kompetenzen als auch Verantwortungs- und Selbstwertgefühl zu fördern.

Viele der Kinder von früher sind mittlerweile selbst Eltern, und etliche der einstigen Kleinen vom Abenteuerspielplatz kehren als Jugendliche in die JFS zurück. Nicht wenige waren verblüfft, als sie sahen, dass die Rückkehr „ihrer Andrea“ mehr war als nur ein Gerücht. Weglassen jedenfalls wollen sie sie diesmal nicht mehr. Schließlich ist Andrea Kohls endlich wieder dort, wo sie „hingehört“.

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