Wandern – Dreiklang für die Seele: SGV Castrop-Rauxel ist auch für Dortmunder interessant

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Auf ihrer Tour am letzten Novembersamstag lachte den Teilnehmern die Sonne. Und „kalt“ gibt es für Wandervögel bekanntlich nicht – umso weniger, wenn man – wie hier – zur „Glühweinwanderung“ aufgebrochen ist. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Das Sauerland, so scheint es, ist überall. Oder doch zumindest der Sauerländische Gebirgsverein, kurz SGV: In Dortmunder Ortsteilen existieren gleich mehrere „Filialen“, und selbst das ferne Haltern verfügt noch über eine Zweigstelle.

Irgendwo dazwischen in Castrop-Rauxel ist die mitgliederstärkste Abteilung des SGV-Unterbezirks Emscher-Lippe ansässig, und zeichnet sich nicht nur durch zahlreiche Wandervögel, sondern auch durch große Umtriebigkeit aus. Gut 190 Mitglieder aus Castrop-Rauxel, Herne und Dortmund schnüren hier derart regelmäßig die Schuhe, dass der Halbjahresplan mittlerweile stolze sechzig Seiten umfasst: After-Work-Wandern, Nordic Walking oder adventliche „Glühweinwanderung“ – die anberaumten Termine sind ebenso vielfältig wie zahlreich, und dabei obendrein durchgehend nach drei Schwierigkeitsgraden gestaffelt.

Obwohl der Castroper Münsterplatz Ausgangspunkt der meisten Aktivitäten ist, zieht es die Wanderer doch auch immer wieder mal nach Dortmund, stehen etwa der Wischlinger Revierpark oder Haus Dellwig auf dem SGV-Programm. An Wochenenden dann starten etwas ambitioniertere Touren, zu denen die Teilnehmer zunächst gemeinsam etwa Richtung Münsterland, Weserbergland oder – Ehrensache! – Sauerland fahren. Dies im Übrigen grundsätzlich gemeinsam und mit öffentlichen Verkehrsmitteln, denn im Selbstverständnis des SGV spielen sowohl Geselligkeit als auch ein schonender Umgang mit der Natur zentrale Rollen. Erstere wird nicht nur gepflegt, indem sich an den Großteil der Wanderungen eine gemeinsame Einkehr anschließt, auch bei gemeinschaftlichen Kegeltouren oder gelegentlichen Grillfesten können die Mitglieder mitmischen.

Na denn Prost! Der erste Glühwein-Stopp wurde für den Fotografen ein wenig nach vorne verlegt, lange Überzeugungsarbeit allerdings war nicht vonnöten.

Und das Wandern an sich, ist sich Castrops SGV-Chef Manfred Pietschmann sicher, bringt die Menschen einander sowie ihrer Umwelt näher. Als Beispiel führt er u. a. ein Grüppchen betagter, ehemaliger Wandervögel an: „Auf Tour begeben sie sich inzwischen nicht mehr, aber bei der Einkehr sind sie wegen der Lust auf ein Schwätzchen immer noch regelmäßig mit dabei.“

Darum gebeten, die Faszination für sein Hobby auf den Punkt zu bringen, zitiert er eine seiner Wanderführerinnen, die das Wandern kürzlich als einen Dreiklang aus „Bewegungs-, Gesprächs- und Lachtherapie“ bezeichnete, und schiebt dann noch ein Goethe-Zitat nach: „Nur wo du zu Fuß warst, bist du wirklich gewesen!“

In Castrop-Rauxel und Umgebung gibt es augenscheinlich nicht wenige Menschen, die Manfred Pietschmanns Sichtweise teilen, und kontinuierlich tragen neue Mitglieder Tourvorschläge, Ideen und weitere Impulse in die Gruppe. So entsteht regelmäßig ein abwechslungsreiches Spektrum an Freizeitaktivitäten, welches auch für die Bewohner der westlichen Dortmunder Vororte manch eine Option beinhalten dürfte. Stadtgrenzen spielen beim Wandern schließlich die allergeringste Rolle – und das Sauerland ist offenbar überall!

Wer auf die Angebote der Castrop-Rauxeler Wanderfreunde neugierig ist, kann sich im Netz unter sgv-castrop-rauxel.de kundig machen. Informationen gibt es außerdem bei Manfred Pietschmann unter 0151/ 53 56 20 41.

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