Von dieser Idee profitieren beide Seiten

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Die Bewohnerinnen und Bewohner des AWO-Seniorenheims freuen sich wöchentlich auf den Besuch der Widey-Kids. (Foto: Norbert Henke)

Jeweils mittwochs steht für etwa ein Dutzend Kinder der Widey-Grundschule eine besondere Exkursion auf dem Stundenplan, die womöglich nicht die Lese- oder Rechenfähigkeiten verbessert, ganz sicher aber viel zur sozialen Kompetenz der Kirchlinder Kids beiträgt.

Seit rund zwei Jahren nämlich besuchen die Mädchen und Jungen einmal wöchentlich das AWO-Seniorenheim an der Bockenfelder Straße, um gemeinsam mit den Bewohnern eine Stunde lang zu singen oder zu spielen.

Ursprünglich nur als ein Projekt für die Viertklässler angelegt, sind mittlerweile längst alle Jahrgänge Teil des Konzepts: einfach, weil es so gut läuft.

Auf Kooperationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen „ihrer“ Kinder ist Schulleiterin Katrin Multmeier hörbar stolz. Freundlich und unvoreingenommen zeigen sie sich im Umgang mit den mitunter dementiell schon recht beeinträchtigten alten Menschen – und wenn eine Oma beim „Mensch ärger dich nicht“ der Versuchung zu schummeln nicht widerstehen kann, wird großmütig darüber hinweggesehen. Immer jeweils eine halbe Klasse macht sich gemeinsam mit Lehrern oder Sozialarbeitern der Schule sowie – neuerdings – auch zwei bis drei Eltern mittwochs auf den Marsch in Richtung Westrich. So schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe, springen doch für die Kids zusätzlich noch frische Luft, Bewegung und Abwechslung beim wöchentlichen Ausflug heraus. Für gewöhnlich ist jedes der Kinder zweimal pro Jahr ein Teil der Besuchstruppe, und einzelne von ihnen wurden durchaus schon wiedererkannt und wie Rückkehrer begrüßt.

Spaß macht das Projekt beiden Seiten, und praxisnäher als hier kann der Nachwuchs nur schwer für das Leben lernen. Keine Frage also, dass die kleine Widey-Karawane auch zukünftig regelmäßig mittwochs zu ihrer besonderen Exkursion starten wird.

 

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