Schüler schreiben Geschichten – Schreibwerkstatt der IN-Stadtmagazine

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Illustration: Helen Gierhake

Zahlreiche schriftstellerische Nachwuchsbegabungen in unseren Schulen warten nur darauf, dass ihr Talent wahrgenommen und gefördert wird. In Zusammenarbeit mit dem Kirchlinder Bert-Brecht-Gymnasium (BBG) geben die IN-Stadtmagazine etwa dreimal jährlich SchülerInnen der Schule die Gelegenheit, der Öffentlichkeit eine Kostprobe ihres Könnens zu liefern. Zeitung wie Schule freuen sich auf viele spannende und kreative Ergebnisse!

Helen Gierhake und Paul Wagner (Foto: IN-StadtMagazine)

Im aktuellen Text verschmelzen Prosa und Lyrik. Geschrieben hat ihn Paul Wagner (Jgst. 10) aus Lütgendortmund. Schreibbegeistert seit Grundschultagen und siegreich bei einem Literaturwettbewerb am BBG, hat er bislang allerdings noch nicht die Öffentlichkeit jenseits der Schulgrenzen gesucht:
Die Illustration stammt, wie übrigens bereits in der Januar-Ausgabe, von Helen Gierhake, die gemeinsam mit dem Autor Mitglied des Schauspielkollektivs Kulturbrigaden e. V. ist.

Sommerlob

Ich finde die Freude am Leben stets wieder in diesen Sommertagen. Die Sonne strahlt eifrig wie selten sonst, alle Bäume blühen in ihren Blätter- und Blütentrachten, und alle Wasser glänzen silbern. Alles zu einem besonderen Anlass? Wie gern würde ich in Worte fassen, Sommer, wie löblich Du bist!
Und so fange ich an zu denken, dichten und zu schreiben über Dich:

„Du bist des Jahres wärmste Zeit
wo alles bereits grün gedeiht
Und zierst dazu mit Sonnenglanz
Land, Stadt und Wasser voll und ganz“

Das Leben liegt in der Luft. Alles Leben kommt aus den Nischen der Natur zum Vorschein, um Dich zu erleben. Ich höre Vögel Dir Loblieder zwitschern und sehe sie baden in Deinen kühlen, weichen Windböen. Ja sogar die Fische erscheinen mir erquickt zu sein über Deine Wärme, wie sie kurz aus ihrem Wasser herausspringen, um Deine Sonne zu grüßen. Und zu Papier bringe ich diese Freude:

„Das Leben kommt und will Dich sehen
am besten magst Du nie mehr gehen.
Denn du bist ihm zum Wohlgefallen
als schönste Jahreszeit von allen“

Du bist die Zeit der Spannung und Romantik. Die sich Liebenden laufen Hand in Hand, herzen und liebkosen sich. Und der Himmel, einst mittags blau, wandelt seine Farbe in ein warmes, rotes Gold. Als hättest Du mich nicht schon reich genug machen können. Und glücklich seufzend schreibe ich:

„Und Liebende sich an sich schmiegen
verliebt in ihren Armen liegen.
Der Himmel über ihren Köpfen hold
leuchtet im hellsten reinsten Gold“

Und erlischt das Licht am Himmel, so doch nicht das meiner Wonne an Dir.
Denn Deine Nächte sind wunderbar. Menschen spazieren durch das Sommernachtleben und zelebrieren gemeinsam Dein Dasein unter einem nun saphirblauen Himmel, den Du mit einem klaren Sternenmeer schmückst und an dem ich mich nicht sattsehen kann. Mich Wunder träumend glaubend schreibe ich:

„Deine Nächte sind ein Traum
dass ich hellwach bin glaub’ ich kaum.
Und schwelgend in die Sterne schau’
stehend in dunklem Saphirblau“

Doch muss ich erkennen, dass Du nicht ewig bleiben kannst, mein lieber Sommer.
Und viel zu früh bist Du verschwunden, wie so alles Schöne. Kurz bist Du geblieben aber umso mehr genossen. Doch es tröstet mich die Gewissheit, dass Du wiederkehrst im nächsten Jahr. Und Abschied nehmend schreibe ich:

„Nur eines lob’ ich nicht an Dir
Du bleibst zu kurzweilig bei mir
Eines noch lass’ ich Dich wissen
ach Sommer wie werd’ ich Dich missen
So herrlich bist dahergekommen
und sofort warst Du lieb gewonnen
Und noch etwas erfreut mich mehr
mein Sommer, Deine Wiederkehr!“

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