Prämiertes Engagement gegen Rassismus

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Die Droste-Hülshoff-Realschule und das Westfalen-Kolleg erhielten den schul.inn.do-award 2018 für ihr Engagement gegen Rassismus. Mit den Schülerinnen und Schülern freuten sich: Renate Tölle (vorne, 2. v. r.), stellv. Vorsitzende schul.inn.do e. V.; Dr. Anja Wieber (l.), Westfalen-Kolleg; Maria Backhaus-Görges (2. v. l.), Vorstand schul.inn.do; Heike Fortmann-Petersen (3. v. l.), Schulleiterin Droste-Hülshoff-Realschule; Elke Podany (5. v. r.), Droste-Hülshoff-Realschule (Projektleitung); Andreas Roshol (4. v. r.), Jugendring Dortmund; Heinz Höne (3. v. r.), Droste-Hülshoff-Realschule (Projektleitung); Cornelia Forster (2. v. r.), stellv. Geschäftsführerin schul.inn.do e.V., sowie Dr. Wanda Klee (r.), Schulleiterin Westfalen-Kolleg. (Foto: Lutz Kampert)

Seit bereits über zehn Jahren gehört auch die Droste-Hülshoff-Realschule der europäischen Jugendinitiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an. Was die Kirchlinder allerdings noch ein wenig aus der Gruppe der hier vereinten Bildungseinrichtungen heraushebt: Bei ihnen wird nicht nur das Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen für Werte wie Toleranz und Akzeptanz gefördert, sie sind auch selbst Anlaufstelle geworden für andere, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen wollen.

Ihre vor 13 Jahren eröffnete Dauerausstellung „…weil Hannelore jüdisch war“ dokumentiert anhand eines realen Kirchlinder Familienschicksals eindrucksvoll die Folgen von Ausgrenzung und Diskriminierung im eigenen Ortsteil zu Zeiten des Nationalsozialismus. Bis heute sind es die Schülerinnen und Schüler selbst, die als Experten nicht nur ihre Klassenkameraden, sondern immer wieder auch auswärtige Besucher von FSJlern über israelische Lehrergruppen bis hin zur Emilie Schindler-Biografin Erika Rosenberg durch die Räumlichkeiten führen.

In Kooperation mit dem Bildungspartner „Jugendring“ unternehmen die Jugendlichen zudem regelmäßig Fahrten zu Gedenkstätten wie den ehemaligen Konzentrationslagern Auschwitz, Bergen-Belsen oder Majdanek. Sie treffen Zeitzeugen, die über ihre Erlebnisse während des zweiten Weltkriegs berichten. Das so über die Jahre gewonnene Wissen geben die älteren wiederum an ihre jüngeren Mitschüler weiter.

Anfang November nun erfuhr dieses große schulische Engagement mit der Verleihung des diesjährigen „schul.inn.do-award“ eine verdiente, besondere Auszeichnung. Jeweils 1500 € flossen auf diese Weise in die Kasse der Kirchlinder sowie des Westfalen-Kollegs.
An der Droste-Hülshoff-Realschule wird der Betrag – „selbstverständlich“, möchte man sagen – dazu verwendet werden, die Dauerausstellung technisch aufzumöbeln und so moderner und noch interaktiver zu gestalten. Stolz sind sie zurecht auf ihr außergewöhnliches Projekt, dessen Botschaft an Aktualität leider nichts eingebüßt hat.

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