Oasen für hungrige Mägen – einige Restaurants des Stadtbezirks halten Liefer- und Fensterservice aufrecht

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Auch in Corona-Zeiten existieren noch ein paar Adressen gegen den Hunger. Bei „La Romana“ in Kirchlinde etwa - hier Pizzeria-Chef M. Souri im Kreise seiner Angestellten - werden die Pizza-Öfen nach wie vor befeuert. // Los geht die nächste Lieferung - mit den Einnahmen „vor dem Virus“ sind die derzeitigen Zahle nach Auskunft von Inhaberin Konstantina Bakali allerdings nicht zu vergleichen. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Eine der Beschäftigungsmöglichkeiten, die uns in Corona-Zeiten unvermindert geblieben ist, ist das Kochen – wobei die Begeisterung hierüber allerdings individuell ganz unterschiedlich ausfallen dürfte. Und auch viele von jenen, die sich zurzeit um die Grundversorgung von Freunden oder Familienmitgliedern zu kümmern haben, verzichten vermutlich gerne auf die „Mußezeit“ am Herd.

Zum Glück ist es den finanziell gebeutelten Gastronomen des Landes weiterhin erlaubt, ihren Kunden einen Lieferservice anzubieten. Und auch das zweite Versorgungsschlupfloch, der sogenannte „Fensterverkauf“, wird von einigen Restaurants im Dortmunder Westen genutzt.

Bei „La Romana“ in Kirchlinde kann man auf die eine wie auf die andere Art etwas zu Essen ordern. Von 12 Uhr bis 22 Uhr ist die Pizzeria von der Kirchlinder Straße derzeit für ihre Kunden da. So lange der vorgeschriebene Mindestabstand gewährleistet ist, dürfen die Abholer sogar den Thekenbereich betreten. Bedingung in diesen ungewöhnlichen Zeiten jedoch ist, den eigenen Namen und die Adresse in eine ausliegende Liste einzutragen: Nichts hat in diesen Tagen eben eine solch hohe Priorität wie Transparenz und Nachvollziehbarkeit.

Wobei „über den Daumen“ etwa 90% der Einnahmen, schätzt Bedienung Christiane Denzkowski, aktuell ohnehin durch die Anlieferungen erzielt werden. Der deutlich kleinere Teil davon übrigens in Form von Bargeld. Das kommt nach den Erfahrungen des Kirchlinder Pizzeria-Teams in Corona-Zeiten nur noch in Ausnahmefällen ins Spiel. Die derzeitige Krise ist für ihn wie für alle Gastronomen eine extrem harte Zeit, die durch den „Außer-Haus-Service“ zumindest ein kleines Stückchen abgefedert wird.

Wenige hundert Meter weiter, jenseits der Brücke über die A45, geht das Grill-Restaurant Korfu bei der Umsetzung der Auflagen noch einen Schritt weiter – aber schließlich dreht sich hier auch unmittelbar jenseits der Verkaufstheke der Gyrosspieß, lagern Salate in der Kühlung. Für alle Abholer heißt das: Bitte vor der Tür warten! Hier werden sowohl die Bestellungen entgegengenommen als auch die unterschiedlichen Grillgerichte den Kunden ausgehändigt. Bis 21.30 Uhr können hungrige Mägen ihr Essen „to go“ entgegennehmen, noch eine halbe Stunde länger liefert Rahms Grill-Institution per Pkw aus.

Der weitgehende Stillstand des öffentlichen Lebens macht sich selbstverständlich auch an der Rahmer Straße deutlich bemerkbar. „Vergleicht man unsere Einnahmen durch Lieferfahrten vor der Corona-Krise mit den jetzigen, liegen wir etwa bei 40 %“, rechnet Inhaberin Konstantina Bakali aus. Wobei sich seit dem zurückliegenden Wochenende – möglicherweise – eine leichte Normalisierung andeutet. „Vielleicht hat sich das Schockgefühl der letzten Wochen doch ein wenig gelegt“, überlegt die Gastronomin. So oder so heißt es für das beliebte Rahmer Grill-Restaurant aktuell allerdings: Lediglich eine „Notbesetzung“ hält die Stellung. „An turbulenten Wochenenden kümmern sich hier manchmal bis zu zehn Menschen um die Gäste, den derzeitigen Betrieb halten wir zu dritt aufrecht“, erläutert Konstantina Bakali.

Doch das immerhin tun sie – und sorgen so dafür, dass im Dortmunder Westen auch in Corona-Zeiten gegen knurrende Mägen ein Kraut gewachsen ist.

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