Ein Wagen voller Möglichkeiten

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Auf dem BBG-Schulhof sollen Spielgeräte den Einfluss der Smartphones begrenzen. (Foto: IN-StadtMagazine)

Doch, es gibt ein Leben jenseits (oder besser gesagt: diesseits) des Smartphones! Zu hoffen ist, dass sich diese Erkenntnis auch bei den nachfolgenden Generationen etabliert.
Vor diesem Hintergrund war es dem Förderverein des Bert-Brecht-Gymnasiums ein Anliegen, den Unter- und Mittelstüflern der Schule auf dem Pausenhof mehr Alternativen bieten zu können. Sport- und Spielmöglichkeiten nämlich waren hier bislang Mangelware.

Ein geeignetes Gegenmittel stöberte eine im Schulgremium engagierte Mutter an einem anderen Gymnasium auf: Dort wurde ein umgebauter Bauwagen auf dem Schulgelände dazu genutzt, Spielutensilien und Sportgeräte für die Pausengestaltung der Kinder und Jugendlichen bereitzuhalten. Der Förderverein importierte diese Idee nach Kirchlinde und machte sich ans Werk. Und siehe da: Tatsächlich bedurfte es im November 2017 nur eines Anrufs beim Straßen- und Tiefbauunternehmen Gehrken, um selbst einen der hölzernen Wagen zur Verfügung gestellt zu bekommen. Dem allerdings sah man sein Rentenalter außergewöhnlich deutlich an, weshalb sich zunächst eine zwölfköpfige Projektgruppe und später eine Kunst-AG der Schule richtig reinhingen, um die gemeinsamen Pläne in die Tat umzusetzen:

Getragen durch Gelder des Fördervereins stand schließlich ab den letzten Sommerferien der Innenausbau der neuen „Immobilie“ an. Nach dem (nicht nur sprichwörtlichen) Bohren manch dicker Bretter konnte aber der bunte Holzwagen Mitte Februar endlich feierlich in Betrieb genommen werden. Jetzt beherbergt er nicht nur Badminton-Sets, Frisbees, Basketbälle und einiges mehr, sondern hält für die Schülerschaft des BBG außerdem eine Notversorgung an Schulheften, Kladden und weiteren Unterrichtsmaterialien bereit.
Noch bis zu den Sommerferien liegen Ausleihe und Verkauf in Händen der 6b, deren Klassenlehrerin Nevin Özdogan mit hörbarem Stolz über ihre Schützlinge spricht. Danach wird sich die im Rahmen eines Differentialkurses bestehende „Schülerfirma“ um alle Abläufe kümmern, und die Kids mit Spielgeräten von Pfeil-und-Bogen bis Springseil versorgen.

Moment mal – Springseile? Ist das nicht ein wenig ambitioniert nostalgisch? Da aber widerspricht Jennifer Berning vom Förderverein: Sogar Gummitwist würde auf dem Schulhof mittlerweile wieder „funktionieren“. Jenseits des Smartphones gibt es offenbar mehr als nur Spuren von Leben!

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