Am BBG trafen sich Schüler und Pädagogen zum ultimativen Duell

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Spätestens beim „Schokolade mit Messer und Gabel essen“ war Schluss mit Gemütlichkeit. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Spannende 3. Auflage von „Schlag den Lehrer“

Der 18. September war am Bert-Brecht-Gymnasium kein Tag wie jeder andere. Der Abend nämlich stand in der Schulaula ganz im Zeichen eines Showdowns.

War es den Schülern noch bei der Premiere des Spektakels „Schlag den Lehrer“ vor vier Jahren nicht gelungen, den Sieg davonzutragen, nahmen sie 2016 eindrucksvoll Revanche. „Unentschieden“ demnach, und das dritte Aufeinandertreffen musste die ultimative Entscheidung bringen.

Annähernd ein Jahr Vorbereitungszeit saugt das von den Lehrern Kirsten Hingst und Christoph Raguse sowie rund einem Dutzend Schülern organisierte Event jeweils auf, das nicht zuletzt aus diesem Grunde nur alle zwei Jahre auf dem Veranstaltungsplan stand. Nicht nur namentlich, auch konzeptionell orientiert man sich ein gutes Stück am populären TV-Vorbild. Nur, dass in der BBG-Aula eben zwei vierköpfige Teams in den Ring steigen, um sich in Herausforderungen zu messen, die den Beteiligten mal Geschicklichkeit, mal Wissen abverlangen. Zwischendurch gibt es selbstverständlich immer mal wieder Gelegenheit, sich „schön blöd“ anzustellen. Für den 18. September hatte das Orga-Team über 300 Tickets absetzen können, und die Dramaturgie des Abends erwies sich als nahezu drehbuchreif.

Nachdem sich das Lehrerteam vor der Pause von seiner souveränsten Seite gezeigt, und in Spielen wie „Der menschliche Torpedo“ bzw. „Hast du ‘ne Schraube locker?“ einen scheinbar komfortablen 14:1-Vorsprung herausgeholt hatte, drehten die Schüler im zweiten Teil den Spieß um. 22:14 hieß es aus ihrer Sicht vor dem letzten Duell, das demnach aufgrund seiner Wertigkeit von neun Punkten die Entscheidung bringen musste. Aufgabe bei „Wok ‘n‘ Roll“ war es, verschiedene Gemüsesorten mittels Essstäbchen möglichst zügig in einen Wok zu bugsieren. Fast schon tragisch zu nennen, dass die Lehrer für dieses Manöver einen echten Experten für chinesisches Kochen in ihren Reihen wussten. Dieser Wissensvorsprung war es, der dem Team der Lehrer letztlich den Sieg rettete – und somit, siehe oben, sogar den Triumph in der jahresübergreifenden Abrechnung. Gelohnt aber hatte sich der gesamte Abend nicht nur für sie, denn selten dürfte Schule unterhaltsamer und spannender gewesen sein.

Eine Fortsetzung des Formats allerdings steht momentan noch in den Sternen – vor allem aufgrund des enormen organisatorischen Aufwands. So immerhin bleibt den Besuchern das Gefühl, einen echten Showdown miterlebt zu haben.