Was ist ein Steampunk und wie wird man’s?

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Was Punks sind, muss niemandem mehr erklärt werden, bei Steampunks aber sieht das schon ganz anders aus. Zumal der Name auch eher auf eine falsche Fährte führt, denn sowohl grell gefärbte Haare als auch Springerstiefel sucht man hier vergebens: Die Steampunks orientieren sich vielmehr optisch am viktorianischen Zeitalter, würzen aber mit Science-Fiction-Elementen nach. In Dortmund dürften sie vor allem über den Retro-Rummel „Once upon a time“ auf der Zeche Zollern einem breiteren Publikum bekannt geworden sein.

Im Huckarder Marples nun gehen die Zeitreisenden seit letztem Jahr beim „Steampunk-Stammtisch“ regelmäßig vor Anker. Da werden Neuigkeiten ausgetauscht, ein paar Accessoires getrödelt – und jeder, der neugierig ist, wird mit den nötigen Infos rund um diese schräge Szene versorgt.

Wobei deren wichtigster Leitsatz laut Steampunk Helmut Meister lautet „Alles kann, nichts muss“. Denn strenge Regularien oder etwa eine angegliederte Musik-Szene sucht man hier vergebens. Umso kreativer und detailversessener widmen sich die „Viktorianer“ dem Entwurf ihrer eigenen, fiktiven Biografie mitsamt dem exotischen Namen und exzentrischer Kleidung. Besucherin Gabi Hennen etwa, mitsamt Mann eigens aus Geilenkirchen zum Stammtisch angereist, setzte sich aufgrund ihrer Steampunk-Begeisterung erstmals in ihrem Leben selbst an die Nähmaschine. Mittlerweile können sich ihre Entwürfe mehr als sehen lassen. Wie alle ihre Mitstreiter fiebert auch sie den diesjährigen Veranstaltungs-Highlights der Szene entgegen, welche sich vor allem über die Facebook-Seite „Steampunk Germany“ auf dem Laufenden hält.

Wer sich aber lieber im direkten Gespräch auf eine Zeitreise einladen lässt, der ist alle zwei Monate im Huckarder Marples hochwillkommen!

Der nächste Steampunk-Stammtisch im Marples ist für den 7. September geplant.

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