Mit doppelter Kraft voraus – in Huckardes Seniorenbüro arbeiten künftig vier Mitarbeiterinnen

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Zum Foto- und Interviewtermin vor die Tür – Huckardes erweitertes Seniorenbüro-Team mit Ute Trierscheid, Kristina Krcmarek, Deriya Dündar und Rena Beuchel (v. l.) steht im „Corona-Jahr“ vor besonderen Herausforderungen. (Foto: IN-StadtMagazine)

Öffentlich kaum wahrgenommen, ist Mitte des Jahres in Huckarde – wie auch in allen anderen Dortmunder Stadtbezirken – die Besetzungsstärke des Seniorenbüros verdoppelt worden.

Künftig also werden sich an der Urbanusstraße nicht mehr zwei, sondern vier Mitarbeiterinnen um das Wohl und die Lebensqualität der hiesigen Senioren kümmern. Unverändert bleibt dabei das Prinzip der paritätischen Besetzung, so dass nun zwei Ansprechpartnerinnen vom zuständigen freien Wohlfahrtsverband – in Huckarde ist dies die Caritas – und zwei aus den Reihen der Stadt gemeinsam ein Team bilden.

Eine der beiden neuen Kräfte ist Deriya Dündar, mit 25 Jahren zugleich Jüngste des Quartetts. Die gebürtige Altenaerin schloss im vergangenen Jahr in Bochum ihr Bachelor-Studium der Gesundheitswissenschaften ab, und wird sich im Stadtbezirk gemeinsam mit ihrer Caritas-Kollegin Rena Beuchel schwerpunktmäßig der Netzwerkarbeit widmen.

Ebenfalls seit Anfang Juni in Huckarde an Bord ist Kristina Krcmarek. Die 42-Jährige arbeitet seit 2015 als Sozialarbeiterin, und kümmerte sich auf Seiten der Stadt bislang um das Wohnraummanagement für Flüchtlinge. Komplettiert wird das Team nach wie vor durch Ute Trierscheid – mit ihren 14 Huckarder Dienstjahren beinahe eine „Frau der ersten Stunde“.

Mit doppelter Kraft könnte das Seniorenbüro nach den Worten von Caritas-Fachdienstleiterin Brigitte Duve vor allem künftig noch deutlich kleinräumiger arbeiten als bisher. Auch hier muss allerdings ein „eigentlich“ angehangen werden, denn im Corona-Jahr 2020 ist bekanntlich alles anders als sonst – zumal in der Arbeit mit älteren Menschen.

Zwar ist es dem Huckarder Quartett inzwischen unter Auflagen in besonderen Fällen wieder möglich, Hausbesuche zu machen. Vor allem aber stehen derzeit Telefongespräche im Mittelpunkt der täglichen Arbeit – um Menschen ein offenes Ohr zu bieten, sozialen Kontakt zu ermöglichen, die Einsamkeit zu lindern. Eine Konsequenz aus der Pandemie könnte es nach Sicht von Ute Trierscheid zudem sein, in der Zukunft mehr auf kleinere Formate zu setzen, die trotz Kontakteinschränkungen weiter durchführbar wären, oder auch den Fokus stärker auf Hilfe zur Selbsthilfe – also etwa das Unterstützen von Nachbarschaftsprojekten – zu legen. Denn wie lange es dauern wird, bis unser Leben vollständig in die vertrauten Bahnen zurückkehren kann, ist derzeit schließlich noch nicht absehbar.

Noch muss auch das Huckarder Seniorenbüro an einer Strategie zum Umgang mit dem Virus und seinen Auswirkungen feilen. Doch wie immer diese aussehen wird, scheint indes eines klar: Die künftigen Herausforderungen können mit doppelter Kraft angegangen werden.

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