Huckardes essbarer Wald darf jetzt gedeihen

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Noch muss man ein wenig genauer hinsehen, um in Huckardes zukünftigem „essbaren Wald“ die setzlinge zu entdecken. Aber wie dem auch sei: Alle Vorarbeiten sind abgeschlossen, ab jetzt kann sich das Team um die beiden Urbanisten Nils Rehkop und Jonas Runte (1. u. 2. v. l.) darauf freuen, dass das Projekt nach und nach Gestalt annimmt. (Foto: IN-StadtMagazine)

Als der Lockdown im März dieses Jahres das Land lahmlegte, waren sie in der St. Urbanus-Gemeinde gerade voller Pläne. Gemeinsam mit den Projektentwicklern von den Urbanisten sollte auf der mehrere Tausend Quadratmeter großen Fläche im Rücken des Gemeindehauses der „Waldgarten“ entstehen: Ein mit Obstbäumen, Beerensträuchern und Hochbeeten gestalteter „essbarer Wald“, der gemeinschaftlicht angelegt, bewirtschaftet und genutzt werden sollte.

Urbanus und Urbanisten: Da schienen sich zwei gefunden zu haben. Noch Anfang März wähnte man sich bei einer gut besuchten Infoveranstaltung im Gemeindehaus auf einem erfolgreichen Weg, der gemeinsame Start in die Gartensaison aber musste dann ersatzlos gestrichen werden.

Bis Ende Mai ließ man an der Marienstraße alle Tätigkeiten ruhen, dann aber nahmen Kleingruppen von drei bis zehn Leuten – vor allem aus der örtlichen Pfadfinderschaft – die Arbeiten nach und nach wieder auf und machten das Areal Stück für Stück urbar. Anfang Oktober konnte schließlich vermeldet werden: Alle Sträucher von Johannis- und Stachelbeere über Sanddorn bis hin zu Schlehe sind gepflanzt – wenn nun im November auch noch die sogenannten Hochstämme dazukommen, haben sie in der Urbanusgemeinde ihre Pläne – wenngleich noch ohne Beteiligung der Bürger – trotz Corona in die Tat umsetzen können.

Prognosen über den Verlauf der nächsten Saison traut sich gegenwärtig selbstverständlich noch niemand aus Reihen der Initiatoren zu. Noch aber lebt die Hoffnung, den Huckarder Waldgarten anno 2021 zu einem Stück lebendigen Gemeindelebens machen zu können, bei dem die Früchte der eigenen, gemeinsamen Arbeit buchstäblich auf Schritt und Tritt geerntet werden können.

Und wo, wenn nicht in der Urbanus-Gemeinde, sollte die Idee des „Urban Gardening“ zu voller Blüte kommen?

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