Gekommen um zu bleiben – Deusens Bewohner bleiben ihrem Ort überdurchschnittlich lange treu

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Den Deusenern gefällt es offensichtlich ziemlich gut in ihrem Stadtteil, wie Dortmunds aktueller Statistikatlas verrät – hier eine Aufnahme eines zurückliegenden Kirchweih-Festes. (Archivfoto: IN-StadtMagazine)

Deusens Historie ist alles andere als ein Idyll. In weiten Teilen hervorgegangen aus einer Initiative zur Unterbringung Arbeitsloser, welche sich hier 1932 in handwerklicher Eigenleistung ihre künftigen Heime errichten durften, stand vor gut einem halben Jahrhundert sogar das Ende des Vororts bedrohlich im Raum, nachdem die Stadtverwaltung seine Umwandlung in ein reines Industrie- und Gewerbegebiet angeregt hatte.

Erst mehr als ein Jahrzehnt später wurden derlei Planspiele endgültig zu den Akten gelegt. Aber möglicherweise hat nicht zuletzt die gemeinsam durchlebte turbulente Vergangenheit die Deusener in besonderer Weise zusammengeschweißt.

Im Laufe der Zeit jedenfalls scheint sich der Stadtteil zu einem ausgesprochenen Wohlfühl-Ort entwickelt zu haben, wie der jüngst erschienene Dortmunder Statistikatlas nahelegt: So wohnen etwa satte 61,4 % der Bevölkerung schon seit mehr als zehn Jahren im Ort – ein Wert, der im kompletten Dortmunder Westen nur von den Unterbezirken Mengeder Heide und Niedernette noch getoppt wird.

In diesem Zusammenhang ist es wenig verblüffend, dass exakt die gleichen drei statistischen Bezirke auch bei der Wohnfläche pro Einwohner die Nase vorn haben: Jeder Deusener kann sich nicht nur durchschnittlich auf immerhin 44,8 qm ausbreiten, ganz gegen den Trend einer Stadt mit wachsender Bevölkerung konnten hier zwischen 2013 und 2016 sogar noch einmal 1,6 qm „draufgepackt“ werden.

Und auch bei der Beschäftigungsquote liefert der Ort ein überdurchschnittlich gutes Bild ab. Insgesamt bleibt der Eindruck, dass Deusens Bürger ausgesprochen gut und gerne in ihrem Stadtteil leben. Lediglich die ebenfalls überdurchschnittlich hohe Versorgung der Bevölkerung mit Privat-Pkw mag man auch auf andere Art interpretieren können – denn wer in Deusen lebt, setzt möglicherweise nicht allzu sehr auf die Karte ÖPNV.

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