Geballter Unmut über die Stadtverwaltung

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Über die geplante Modernisierung der Widey-Grundschule durften die IN-Stadtmagazine schon vor viereinhalb Jahren berichten. Was Schulthemen angeht, beklagen Huckardes BV-Vertreter über Fraktionsgrenzen hinweg eine mangelhafte Kommunikationsbereitschaft der Stadtverwaltung. (Archivfoto: IN-StadtMagazine)

Die schulische Infrastruktur spielte bei der letzten Huckarder BV-Sitzung vor den Kommunalwahlen eine zentrale Rolle. Unter anderem ging es um die seit längerer Zeit ins Visier genommene Modernisierung der Widey-Grundschule sowie die geplante Fünfzügigkeit des Bert-Brecht-Gymnasiums.

In dieser Angelegenheit bot das Liegenschaftsamt der Stadt Dortmund den Huckardern an, bei der nächsten Sitzung mit einem Vertreter vor Ort zu sein und über geplante bzw. notwendige Maßnahmen zu informieren. Die Kirchlinder Grundschule, so erfuhren die Anwesenden, befindet sich nach wie vor in der Bedarfsprüfung. Ob 2021 die konkreten Bauplanungen aufgenommen werden können, ist noch nicht exakt absehbar. In deren Mittelpunkt dürfte im Falle des falles die Flächenplanung für eine angemessene Turnhalle stehen.

Quer durch die verschiedensten Fraktionen beklagten die BV-Mitglieder an diesem Nachmittag mangelnde Initiative und wenig entwickelte Gesprächskultur von Seiten der Dortmunder Stadtverwaltung hinsichtlich der Schulpolitik. Hannelore Tölke von den Linken etwa wählte in diesem Zusammenhang deutliche Worte: „Wir sind gezwungen, für jede Kleinigkeit einen Antrag zu stellen, da die Verwaltung die Kommunikation komplett verweigert“. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Peter Keller zeigte sich enttäuscht und erinnerte an das schulpolitische Forum, welches man den Huckardern erst quartalsweise, dann halbjährlich, dann zumindest jährlich versprochen habe, ohne nach der Premierenveranstaltung noch weiteres Interesse am Projekt zu zeigen.

Auf die gleiche Quintessenz lief die Kritik von Peter Spineux (CDU) hinaus: Hinsichtlich der dringend notwendigen Außensportanlage am Kirchlinder Schulzentrum spiele die Stadt seit mittlerweile dreizehn Jahren eine Hängepartie ohne konkrete Äußerungen.

Angesichts des geballten Huckarder Unmuts darf mit Spannung abgewartet werden, ob und wann die Verantwortlichen auf Seiten der Stadt sich darum bemühen werden, miteinander ins Gespräch zu kommen.

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