Der Kümmerer vom Gustav-Heinemann-Park

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Claude Mathé bei der Ausübung seines Ehrenamts. Auch wenn er weiterhin Luft nach oben sieht, stellt er doch fest: Die Leute gehen besser mit ihrem Park um als noch vor einigen Jahren.“ (Foto: IN-StadtMagazine)

Im Signal-Iduna-Park darf er ebenso wenig fehlen wie in Wimbledon: Der „Greenkeeper“. Auch Huckardes Gustav-Heinemann-Park hat einen, nur dass in diesem Falle kein Gehalt überwiesen wird. Seit mittlerweile über sieben Jahren kümmert sich Claude Mathé unentgeltlich um das Erscheinungsbild der Grünanlage.

Ein zeitlich flexibles Ehrenamt hatte dem 63-Jährigen damals vorgeschwebt, und ein bisschen Eigennutz war zugegebenermaßen auch dabei, blickt er aus seinem Wohnzimmerfenster doch direkt auf den Park. Mehrmals wöchentlich zieht der gebürtige Franzose nun mit Müllsack und Zange „bewaffnet“ los, um EDG und AWO bei ihren Aufgaben zu unterstützen. Entsprechend erschrocken nahm Claude Mathé dann auch den zeitweisen „Müll-Kollaps“ entlang eines der Wege im vergangenen Monat zur Kenntnis (wir berichteten), um dann seinerseits einen Notruf bei den zuständigen Stellen abzusetzen.

Diese vorübergehende Ausnahmesituation sieht der „Park-Pate“ allerdings im Zusammenhang mit den durchgeführten Bauarbeiten rings um die neue Parkbeleuchtung. Normalerweise seien die Verantwortlichen in ihrer Arbeit ausgesprochen gewissenhaft, findet er, und schiebt noch eine andere positive Einschätzung nach: Gerade im Umfeld der Gustav-Heinemann-Gesamtschule habe sich die Lage im Laufe der letzten Jahre kontinuierlich gebessert.

Ganz beschäftigungslos ist Huckardes Greenkeeper allerdings trotzdem noch nicht, und obwohl er seinen Spaziergängen an der frischen Luft vor der Haustür durchaus etwas abgewinnen kann, hat er dann doch noch einen Appell für seine Mitbürger parat: Insbesondere rings um die Zuwegung zum nahen Aldi-Markt pflasterten oft genug Brötchen- bzw. Chipstüten den Weg. Bekäme man dieses Problem auch noch in den Griff, böte Huckardes Grünanlage flächendeckend einen angenehmen Anblick. Wäre es da nicht lohnenswert, diese verbliebenen Schwachstellen in gemeinsamer Anstrengung verschwinden zu lassen?

Um andere, kleinere „Baustellen“ immerhin müssen sich die Huckarder keine Gedanken machen: dafür gibt’s schließlich Claude Mathé.

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Werner Grossmann
Werner Grossmann

Die GGH und dessen Schüler/Innen sind die Hauptübeltäter für die Vermüllung der Zuwege zwischen ALDI und der Gesamtschule. Die Schüler/Innen nach jeder Pause den Müll entfernen lassen würde Wirkung zeigen. Aber die Schulleitung interessiert das Thema nicht.

Uwe Wallrabe
Uwe Wallrabe

Großes Lob an Herrn Mathé! Dank seiner ehrenamtlichen Tätigkeit sorgt er dafür, dass Huckarde ein lebenswerter Ort ist. Vielen Dank für dieses Engagement!