Corona und der Weg zum Bargeld – Sparkasse greift Kritik des Seniorenbeirats auf

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Roland Miksch (l.) griff die von Beate Caßau und Dieter Siegmund (2. u. 3. v. l.) geäußerte Kritik zügig auf.

„Wie erhalte ich Bargeld“ – dies war eine sorgenvolle Frage besonders bei älteren Mitbürger*innen, als die Geldinstitute während des Lockdowns schließen mussten, denn viele von ihnen ziehen den Weg zum Kassenschalter mit Vorlage der Karte und Unterschrift weiterhin vor. Jetzt standen da Automaten mit einer komplizierten Bedienung, und bei einigen Kund*innen fehlte die EC-Karte und/oder die Geheimzahl war in Vergessenheit geraten oder sie war ganz einfach „verlegt“ worden. Was also tun?

Huckardes Seniorenbeirat Dieter Siegmund (Huckarde) erkannte das Problem und schrieb eine Beschwerde an den Vorstand der Sparkasse Dortmund. Dieser reagierte auf die „Seniorenschelte“ umgehend: Neben den Kassenautomaten wurden Bedienungsanleitungen angebracht und die Handhabung detailliert erklärt. Fehlende Karten und PIN-Nummern wurden auf dem schnellsten Wege zugestellt.

Roland Miksch, Leiter des Beratungs-Centers Huckarde, bedankte sich für die Initiative des Seniorenbeirates, denn viele Dinge gehen Hand in Hand besser und sind hilfreich bei der Umsetzung von Neuerungen. Die Anfangsprobleme konnten behoben werden, sodass die Sparkassenkund*innen inzwischen recht gut mit den Automaten fertig werden.

In diesem Zusammenhang weist die Sparkasse darauf hin, dass die Geldautomaten auch außerhalb der Öffnungszeiten erreichbar sind und dabei Bargeld bis zu 1.000 Euro/Tag verfügbar ist. Rollstuhlgerechte Automaten sind selbstverständlich, auch können hör- und sehgeschädigte Menschen mittels Kopfhörer die Bedienungsanleitung hören. Darüber hinaus rückte Roland Miksch noch die Möglichkeit des bargeldlosen Zahlens per EC-Karte ins Blickfeld, das bis zu einem Betrag von 50 € auch ohne PIN-Eingabe möglich ist, und bat zudem darum, die Geldabhol-Gewohnheiten womöglich etwas zu verändern, um unnötige Wartezeiten in Kälte und Regen vor dem Eingang zu vermeiden.

Die Seniorenbeiräte Beate Caßau und Dieter Siegmund freuten sich über die rasche Behebung des Missstandes und bilanzierten: „Seien wir doch mal ehrlich – sind wir Senior*innen in unserem Leben nicht schon mit anderen Herausforderungen fertig geworden?“

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