Bahn erwägt Schließung eines Bahnübergangs

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Nach Vorstellung der Bahn sollen sich die Schranken am Bahnübergang Westhusener Straße in einigen Jahren endgültig schließen. (Foto: IN-StadtMagazine)

Manchmal kann man es sich nicht aussuchen: In einer Zeit des Jahres, in der die Straßenbaustellen ohnehin aus dem Boden zu sprießen scheinen, platzte an der Rahmer Straße in Huckarde Mitte Juni auch noch ein Wasserrohr und machte die Hauptverkehrsader unpassierbar.

Während allerdings dieser Engpass nach knapp zwei Wochen wieder Geschichte war, tut sich wenige Meter weiter womöglich ein anderer auf: Wie auf der BV-Sitzung im Juni publik wurde, plant die Deutsche Bahn AG die dauerhafte Schließung des Bahnüberganges Westhusener Straße. Als Alternative wird eine Zuwegung vorgeschlagen, die nördlich der Gleise an den nahegelegenen Kleingärten vorbeiführt.

Die Stadtverwaltung wiederum steht dieser Baumaßnahme zu Lasten der Kleingärtner kritisch gegenüber. Stattdessen wird ein Fuß- und Radweg auf der gleichen Trasse favorisiert und in diesem Zusammenhang der Beitrag zu einer fahrradfreundlichen Stadt hervorgehoben. Diese Pläne wiederum missfielen der BV fraktionsübergreifend – u. a. aufgrund der zu befürchtenden Rückstaus an den benachbarten Bahnübergängen und der dann deutlich schlechteren Anbindung der Erpinghofsiedlung mitsamt Schule und Kita.

Nach eigener Aussage ist die Deutsche Bahn an einer einvernehmlichen Lösung mit der Stadt interessiert. Falls diese scheitert, wird das weitere Vorgehen im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens entschieden.

Bei allen Meinungsverschiedenheiten ist das Thema noch kein ganz drängendes: Die im Rahmen eines Stellwerk-Neubaus aus technischen Gründen vorgesehene Stilllegung des Bahnübergangs soll nicht vor 2027 in Angriff genommen werden.

 

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