Abschied von „Frau Schröder“ – Schlauchbootfahrten gehören Vergangenheit an

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Die Mitglieder der Urbanusgilde auf Bootstour. (Archivfotos: privat)

Die Mitglieder der Urbanusgilde in der katholischen Kirchengemeinde St. Urbanus haben nach 18 Jahren das Bundeswehrschlauchboot namens „Frau Schröder“ an seine Vorbesitzer zurückgegeben. Damit ging nach knapp zwei Jahrzehnten eine Ära mit vielen erlebnisreichen und unvergesslichen Flussfahrten zu Ende.

Angefangen hatte alles 1999, als sich ein knappes Dutzend Männer zusammenfanden und die Urbanusgilde gründeten. Die monatlichen Zusammenkünfte sollten einmal im Jahr mit einem mehrtägigen Ausflug gekrönt werden. Dafür hatte die Gruppe von einem Pfadfinderstamm in Arnsberg ein gebrauchtes Schlauchboot der Bundeswehr erworben, welches sie auf den Namen „Frau Schröder“ tauften.

Auf vielen Flüssen unterwegs
Die erste Männertour führte heimatnah auf den Dortmund-Ems-Kanal. Dort stellte die Mannschaft jedoch sehr schnell fest, dass das Paddeln auf einem stehenden Gewässer sehr kräftezehrend ist. Je nach Stärke der Besatzung wog das Boot mit Ausrüstung immerhin rund eineinhalb Tonnen, die mit viel Energie und Anstrengung bewegt werden mussten.
Die Organisatoren, Eckhard Igler und Detlef Brandt, planten die folgenden Fahrten auf fließenden Gewässern. Angesteuert wurden die Weser, Mosel, Fulda, Werra, Ems, Ruhr und auch häufiger die viel befahrene Lahn. Neben dem Schiffsverkehr stellte auch die große Anzahl an manuellen Schleusen die Crew immer wieder vor besondere Herausforderungen, die sie mit viel Geschick zu bewältigen hatte.

Besucher standen Spalier
Unvergesslich bleibt allen Mitfahrern das legendäre Einlaufen in den Münsteraner Stadthafen im Jahr 2009. „Viele tausend Besucher des gerade stattfindenden Hafenfestes standen Spalier und staunten über unser unerwartetes Gefährt“, erinnert sich Uwe Wallrabe. Mit so viel Aufmerksamkeit hatten die Huckarder nicht gerechnet.
Mittlerweile hat Frau Schröder ausgedient, denn die Urbanusgilde will zukünftig mit Wandertouren wieder festen Boden unter den Füßen haben. Im Sommer wurde das Boot samt Zubehör wieder in die Hände der Vorbesitzer zurückgegeben. „Die Arnsberger Pfadfinder können in unsere Fußstapfen treten und zu neuen Abenteuern mit Frau Schröder aufbrechen“, so Wallrabe.

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