Wahl des Seniorenbeirats in Hombruch – die KandidatInnen stellen sich vor

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Auf Antrag von Walter Wille und Elisabeth Beyna vom Seniorenbeirat wurden bereits zwei LED-Laternen auf dem Parkplatz an der Kirchhörder Straße aufgestellt. (Archivfoto: IN-StadtMagazine)

„Der Seniorenbeirat der Stadt Dortmund ist die demokratisch legitimierte Vertretung älterer Menschen in Dortmund. Seine Aufgabe ist es, an der seniorengerechten Gestaltung der Stadt mitzuwirken und die Interessen der älteren Generation wahrzunehmen und zu vertreten“, heißt es auf der Internetseite der Stadt Dortmund. Aus 27 Mitgliedern setzt der Seniorenbeirat sich zusammen, drei von ihnen wählen die Menschen über 60 Jahre aus dem Stadtbezirk Hombruch.

Seit Beginn der vorletzten Wahlperiode vor zehn Jahren erfüllt Elisabeth Beyna diese Aufgabe. Regelmäßig nimmt die 72-Jährige am „Runden Tisch für Seniorenarbeit“ teil und spricht mit den Menschen vor Ort. Gemeinsam mit Prof. Dr. Ernst-Wilhelm Schwarze und Walter Wille, der seit dem Jahr 2015 Mitglied des Seniorenbeirates ist, geht sie auf die Menschen zu, um Anregungen für einzureichende Anträge zu bekommen. Viele über 60-Jährige wissen jedoch nicht, dass der Seniorenbeirat als Interessenvertretung für ihre Generation existiert und nehmen die Sprechstunde des Beirates daher nicht wahr. Die Konsequenz daraus zu ziehen, fiel Beyna und Wille leicht. „Wenn die Leute nicht zu uns kommen, gehen wir zu den Leuten“, sagt Wille. Mittlerweile geben die beiden zusammen mit der Stadt Dortmund die „Senioren heute“ heraus und sprechen die Menschen auf Hombrucher Veranstaltungen gezielt an.

Zuletzt beantragten sie erfolgreich eine optimierte Beleuchtung auf dem Parkplatz an der Kirchhörder Straße auf Höhe des Wohnstifts Augustinum. Dessen BewohnerInnen hatten sich an den Seniorenbeirat gewandt, weil der Parkplatz in der Dunkelheit für sie einen regelrechten Angstraum darstellte.

Doch Beyna und Wille sind nicht die einzigen KandidatInnen, die bis zum 6. März in Hombruch zur Wahl stehen. Sechs weitere Menschen möchten sich in den nächsten fünf Jahren für die Belange in Hombruch einsetzen. Am 27. Januar stellten sich fünf von ihnen der Öffentlichkeit vor.

Da die Vorstellungsrunde alphabetisch verlief, begann Udo Asbeck damit, seine Vita zu präsentieren. Der gebürtige Dortmunder arbeitete von 1996 bis 2012 als ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht. Seit dem Jahr 1969 ist er SPD-Mitglied. Auch Maragarete Burkhardt engagiert sich als Grüne in der Parteipolitik, was übrigens keinesfalls Voraussetzung für eine Kandidatur im Seniorenbeirat ist. Doch Burkhardts Themen sind nun einmal grün: Sie möchte sich „einsetzen für einen menschen-, d. h. fußgängergerechten Verkehr“ und den Ausbau des ÖPNV.

Farblich neutral hält sich dagegen Christa Bracht-Kuckuck in einem dunkelblauen Blazer. Als Initiatorin und Geschäftsführerin eines Hospizvereins in Hessen betreute sie nach einer erfolgreichen Karriere als Führungskraft persönlich 20 Menschen. Heute lebt sie mit ihrem Hund im Wohnstift Augustinum, um im hohen Alter nicht mehr umziehen zu müssen. „Wir fühlen uns wohl. Wir sind da zufrieden“, sagt die 76-Jährige und ist damit der beste Beweis dafür, dass möglich ist, was Kandidat Axel Günter Friedrich im Seniorenbeirat erreichen möchte. „Ich möchte mich dafür einsetzen, dass ein Leben im Alter noch lebenswert ist“, sagt der Wahlhombrucher. Das ehrenamtliche ZWAR-Vorstandsmitglied engagiert sich neben der CDU in der AWO Brünninghausen.

Ganz praktisch ist Kandidat Reinhard Kresse mit den Belangen älterer Menschen befasst. Als Heizungs- und Sanitärmeister, der seinen Hombrucher Betrieb „Wohnideen Kresse“ kürzlich an seine Kinder übergeben hat, hat er sich zum Spezialist für barrierefreies Wohnen weiterbilden lassen. Der gebürtige Baroper bot dem Seniorenbeirat seine Unterstützung an, für den Fall, dass er nicht gewählt werde.

Ende Januar oder Anfang Februar werden die Wahlunterlagen an die etwa 17.300 Wahlberechtigten im Stadtbezirk Hombruch verschickt. Ausschließlich per Briefwahl können sich die SeniorInnen bis Anfang März für eine Kandidatin oder einen Kandidaten entscheiden. Am 6. März werden die Stimmen ausgezählt. Die drei KandidatInnen mit den meisten Stimmen werden sich im Seniorenbeirat in den nächsten fünf Jahren für die Belange der älteren Generation starkmachen.

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MGe
MGe

Hallo liebes IN-StadtMagazine-Team,
habe mich sehr gefreut, hier endlich ein paar Details zu den KandidatInnen zu finden. Nachdem ich die Briefwahlunterlagen erhalten hatte, war ich nämlich etwas hilflos. Ohne irgendeine Information eine Wahl wahrzunehmen ist eben nicht mein Ding.
Allerdings vermisse ich die ebenfalls auf dem Wahlzettel aufgeführte Frau Carrere Gaete in Ihrem Artikel. Können Sie eventuell hierzu auch noch ein paar Worte sagen?
Besten Dank und viele Grüße
MGe