Schlüter: Würde des Menschen nicht teilbar

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Bezirksbürgermeister Hans Semmler (CDU, 4. v. l.) und der stellvertretende Bezirksbürgermeister Hans-Ulrich Steinmann (SPD, 3. v. l.) legten den Kranz nieder. Superintendent Schlüter (6. v. l.) hielt die Gedenkrede.

Ein würdiges Gedenken aus Anlass des 71. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz gab es einmal mehr an der Gedenktafel gleich neben dem Haupteingang der Hombrucher Sparkasse am Markt. Stellvertretend für die Bezirksvertretung und die Bürger Hombruchs legten Bezirksbürgermeister Hans Semmler (CDU) und der stellvertretende Bezirksbürgermeister Hans-Ulrich Steinmann (SPD) einen Kranz nieder.

Genau 20 Jahre war es her, als der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus einführte. Herzog formulierte damals: „Die Erinnerung darf nicht enden. Sie muss auch künftige Generationen zu Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken“.

Rund 30 Hombrucher Bürger nahmen an der Gedenkfeier teil, auf der Superintendent Ulf Schlüter die Gedenkrede hielt. Schlüter erinnerte an die Hombrucher Bürger Oberhaus, Grüning und Huseman, die dem Nationalsozialismus zum Opfer gefallen waren, und deren Namen auf der Gedächtnisplatte an der Sparkasse verewigt sind.

„Für mich steht fest“, sagte Schlüter, „der Kern und die Wurzel allen Übels liegen in einem einfachen, aber katastrophalen Gedanken: Das monströse Verbrechen, das am Ende stand, nahm seinen Ausgang dort, wo man Unterschiede machte, wo man meinte, Menschen in höher- und minderwertigere Klassen sortieren zu dürfen, wo man die Menschenwürde für teilbar hielt, wo man dem Wahnwitz verfiel, es gebe Herren- und andere Rassen.“

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