Neue Schritte für die Elektromobilität – Startup LoyalGo stellt Werbe-Ladesäule vor

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Die LoyalGo-Gründer Rusan Müller (l.) und Sebastian Schramm (r.) haben ein umweltfreundliches Geschäftsmodell entwickelt. (Fotos: IN-StadtMagazine)

„Es ist Zeit, Anreize zu schaffen“. Dieser Satz, den Rusan Müller, Vertriebsleiter des Startups LoyalGo, im Rahmen der Präsentation einer neuen Ladesäule für Elektrofahrzeuge äußerte, kann als Motto der lokalen Umwelt- und Wirtschaftspolitik gewertet werden.

Hintergrund ist das „Chicken-Egg“- bzw. Henne-Ei-Problem, das Geschäftsführer Sebastian Schramm am 13. März den Medienvertretern erläuterte. So müssten theoretisch sehr viele Elektrofahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein, um eine adäquate Infrastruktur in Form von Ladesäulen realistisch finanzierbar zu machen. Umgekehrt braucht es aber ebendiese Infrastruktur, damit die Verbraucher bereit sind, sich Elektrofahrzeuge anzuschaffen. In diesem Fall dauert es mehrere Jahre, bis die Refinanzierung einer Ladesäule abgeschlossen ist.

An dieser Stelle setzten die Absolventen des Elektrotechnik-Masterstudiengangs der TU Dortmund an und entwickelten ihren „Emobilitäts-Leuchtturm“, wie es in Schramms Präsentation heißt. Dieser zieht seine Leuchtkraft aus werbefinanziertem, regenerativem Strom. Denn die Ladesäule verfügt über einen Werbebildschirm, der den „E-Mobilisten“ mit Informationen darüber versorgt, wie er die Ladezeit optimal nutzen kann. In der Regel umfasst diese Zeit etwa ein bis drei Stunden, optimal also für einen Restaurant- oder Frisörbesuch in der fußläufigen Umgebung. Die entsprechenden Werbetreibenden schalten Werbung auf dem Informationsbildschirm und mit dem Scannen des QR-Codes, der den Ladeprozess startet, erhält der E-Mobilist einen Rabattgutschein, zum Beispiel für eine Pizzeria in der unmittelbaren Umgebung.

Da die Bildschirme an den Ladesäulen bis zu einem Meter Durchmesser haben können, erreicht der Werbeeffekt jedoch nicht nur denjenigen, der sein Fahrzeug an der betreffenden Säule lädt. Gleichzeitig können Passanten über das Angebot der Gewerbetreibenden informiert werden.

So werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Infrastruktur für Elektromobilität wird finanzierbar, sodass sich auf lange Sicht mehr Verbraucher für ein Elektrofahrzeug entscheiden und so die CO2-Emissionen nicht weiter steigen werden. Gleichzeitig wird der lokale Handel gestärkt, der in Zeiten der Konkurrenz durch das wachsende Onlineangebot eine kleine Unterstützung durchaus gebrauchen kann.

Unterstützt wurden die Gründer durch ihren Mentor Andreas Allebrod (Mitte), Martina Blank (2. v. r.) vom Gründersupport TechnologieZentrumDortmund und Mario Hollesch (r.) von „StartUP.InnoLab“

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