Musikalischer Auftakt der Adventszeit

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Die Drittklässler hatten eine eher kritische musikalische Botschaft an den „Grinch“ (l.) mit dabei. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Wenn sich die Weihnachtsbäume am Rande des Hombrucher Marktplatzes „in Schale geworfen“ haben, ist noch nicht alles für die Feiertage hergerichtet: Schließlich pflegt der Stadtbezirk seit etlichen Jahren zu Beginn der Adventszeit zwei Traditionen, bei denen Kinder die Hauptrolle spielen.

Nach dem Schmücken der Weihnachtstannen auf dem Marktplatz ist die zweite Tradition das Aufziehen des großen Kranzes rechtzeitig zum ersten Adventsonntag – und da Friedrich Harkort von seinem Sockel in ein paar Metern Entfernung Jahr für Jahr den optimalen Blick auf das Geschehen hat, ist es im Grunde nur konsequent, die Gestaltung der Rahmenhandlung in die Hände der Kids von der Harkort-Grundschule zu legen.

Und die muss man grundsätzlich nicht lange bitten. Wie Sportler, die auf den Startschuss gewartet haben, stürzt sich der Nachwuchs ins Geschehen, um dem Publikum einen bunten Strauß Lieder zu präsentieren. Jede Klasse hat ihren eigenen Auftritt – mal zur Gitarre und mit unverwüstlichen Klassikern wie der „Weihnachtsbäckerei“, mal mit einem Mark Forster-Song komplett am Puls der Zeit. Auf den Stufen vor der nahen evangelischen Kirche nutzen derweil die Kleinen der AWO-Kita von der Tetschener Straße ihren Logenplatz und schmettern fleißig mit – nicht selten, um ältere Geschwister aus der Grundschülerschar zu unterstützen.

Wie viel Tradition in dieser Adventsaktion auf dem Hombrucher Marktplatz steckt, ist auch daran zu ermessen, dass die anwesenden Kids – Erstklässler womöglich ausgenommen – den für das Aufziehen des Kranzes verantwortlichen Dachdecker mittlerweile mit Vornamen kennen. Begleitet von zahlreichen Anfeuerungsrufen verrichtet „Ralf“ seine Arbeit in schwindelerregender Höhe und bekommt am Ende seinen wohlverdienten Applaus.
Und auch die Kinder selbst müssen nicht ohne Anerkennung nach Hause gehen, dürfen sie sich doch auch in diesem Jahr wieder über einen Schwung von Leo und Erni Fichna gestiftete Schoko-Nikoläuse freuen.

Um 12 Uhr schließlich lichtet sich das Gewusel rings um den Glücksbrunnen nach und nach wieder. Hombruch ist bereit für die Feiertage, und hat zum Fest der Kinder erneut einen kurzweiligen und gelungenen Auftakt hingelegt.

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