Hombruch in Zahlen – Der Statistikatlas 2019

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Foto: IN-StadtMagazine

Über neun Prozent der gesamten Dortmunder Bevölkerung lebt in Hombruch – „mit einem hohen sozio-ökonomischen Status“, wie es im Statistikatalas heißt, den die Stadt Dortmund Mitte Mai vorstellte. In den Unterbezirken Universität, Lücklemberg und Kruckel/Schnee liegt die Transferleistungsquote bei unter zwei Prozent.

Einher geht dieser verhältnismäßige Wohlstand mit einem hohen Durchschnittsalter im Stadtbezirk. In Kleinholthausen beispielsweise sind die AnwohnerInnen im Schnitt 53 Jahre alt, am Rombergpark sogar fast 60 Jahre. Letzteren stellt der Statistikatlas jedoch als Sonderfall heraus. Hier nämlich befinden sich mehrere Seniorenheime, sodass der Anteil der über 65-Jährigen fast 36 Prozent beträgt.

Umgekehrt wurde hier vor einigen Jahren eine Einrichtung für Geflüchtete installiert, die zu einem großen Teil zwischen 18 und 30 Jahren alt sind. Auch wenn das Durchschnittsalter seit dem Jahr 2013 so um knapp 15 Jahre gesunken ist, ermittelt der Statistikatlas hier noch immer den Spitzenwert für Dortmund. Anders sieht es aus naheliegenden Gründen im Bereich der Universität aus, wo man im Durchschnitt etwas über 34 Jahre alt ist.

Eines jedoch haben beide Bereiche gemeinsam: Hier werden verhältnismäßig wenige Kinder geboren. In den Jahren 2014 bis 2018 kamen im Durchschnitt pro 1.000 Einwohnenden jährlich lediglich etwas mehr als vier (Rombergpark) beziehungsweise etwas mehr als fünf (Universität) Kinder zur Welt. Näher geht der Statistikatlas auf diesen Zusammenhang nicht ein, aber Vermutungen scheinen hier doch legitim. Während die Frauen am Rombergpark wohl aufgrund ihres hohen Alters nur wenige Kinder gebären, zeichnet der Durchschnittswert an der Universität ein anderes Bild. Der Knackpunkt liegt hier vermutlich in folgendem Satz: „Es gibt vergleichsweise wenige Sozialversicherungspflichtige, aber viele geringfügig Beschäftigte.“ Mit einem Minijob eine Familie ernähren und mit dem Baby auf dem Arm für Prüfungen lernen – dieses Szenario dürfte wohl viele Paare davon abhalten, ein Kind zu bekommen.

Ist Hombruch auch insgesamt der Stadtbezirk mit der niedrigsten Geburtenrate (7,6), so gibt es doch auch einige Unterbezirke, die den Durchschnitt in Dortmund von 9,5 übersteigen. Besonders erwähnenswert ist hier der Zechenplatz mit über 13 jährlichen Geburten pro 1.000 Einwohnenden. Die Ursachen hierfür bleiben jedoch unerwähnt. Setzen wir also auf weitere Recherchen.

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