Ein Miteinander im Quartier – Nachbarschaftstreff in Menglinghausen eröffnet

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Der Nachbarschaftstreff wurde erst durch die Zusammenarbeit mehrerer Träger möglich. (Fotos: IN-StadtMagazine)

„Wir kommen hier nicht hin und sagen: Wir wissen, wie es geht“, betonte Stella Schlichting, Diakonie-Fachbereichsleiterin „Altenhilfe und Quartiersarbeit“, im Rahmen der Eröffnung des neuen Nachbarschaftstreffs in Menglinghausen am 7. Mai. Vielmehr soll es darum gehen, dass die Menschen vor Ort zusammenfinden und gemeinsam „was auf die Beine stellen“, wie es Reinhard Pohlmann, Bereichsleiter des Fachdienstes für Senioren im Sozialamt nannte.

Um in Menglinghausen diese Möglichkeit zu schaffen, arbeitete die Diakonie eng mit der AWO zusammen, denn „ein Miteinander im Quartiert braucht immer einen Ort“, so Schlichting. Daher stellt die AWO die Räumlichkeiten ihrer Begegnungsstätte Am Sturmwald 16 zur Verfügung, um das Diakonie-Projekt „Miteinander in Menglinghausen: Nachbarschaft gemeinsam gestalten“ zu ermöglichen. Dieser Name soll jedoch nur ein Arbeitstitel sein, denn wie der Nachbarschaftstreff letztendlich heißen soll, soll gemeinsam mit den Büger*innen entwickelt werden. Neben den Logos der Diakonie, der AWO und des städtischen Projekts „Demokratiewerkstatt Kommunen“, auf dem der Nachbarschaftstreff aufbaut, soll der Name auf einem neuen Schild vor den Räumlichkeiten von der Straße aus deutlich zu lesen sein. Bezirksbürgermeister Hans Semmler kündigte bereits an, sich für eine Finanzierungsbeteiligung von 500 Euro für das Schild durch die Bezirksvertretung starkzumachen.

Im Rahmen der Beschilderung soll auch der barrierefreie Eingang gekennzeichnet werden, um Menschen willkommen zu heißen, die durch die Treppe zum Souterrain-Eingang abgeschreckt werden. Einmal um das Haus herum, an der Hausnummer 14 vorbei und über einen kleinen Weg kam bereits zur Eröffnung eine Seniorin mit ihrem Rollator.

Als Ansprechpartnerin vor Ort steht Diakonie-Sozialarbeiterin Ulrike Klotz dienstags von 10 bis 12 Uhr zur Verfügung. Bereits drei Nachmittage in der Woche sind für konkrete Aktionen eingeplant. So hat sich aus einem Frühstückstreff seit Klotz’ Einstieg im Februar bereits ein Handarbeitstreff entwickelt und am Spaziergeh-Treff durch den Ort können Bürger*innen „mit und ohne Rollator“ teilnehmen, wie Klotz betonte. Grundsätzlich liegt der Fokus des Projekts auf der Zielgruppe älterer Alleinstehender. Für Schlichting ist wichtig: „Es geht um Verhinderung von Einsamkeit.“ Klotz nimmt dabei die „Helferstruktur“ in den Blick: „Wer kann wem helfen?“

Doch „alles kann, nichts muss“, so Klotz, und bei Interesse ist der Nachbarschaftstreff durchaus auch offen für eine jüngere Zielgruppe. Während die Räumlichkeiten Kinder- und Jugendgruppen jedoch nicht ausreichend Platz bieten, ist eine Krabbelgruppe beispielsweise denkbar.

Diakonie-Mitarbeiterin Ulrike Klotz ist telefonisch unter der 0178/6617503 und per E-Mail an klotz@diakoniedortmund.de erreichbar.

(v. r.) Ulrike Klotz von der Diakonie, Bezirksbürgermeister Hans Semmler, Martina Skender vom Fachdienst für Senioren, und Ratsmitglied Inge Albrecht-Winterhoff freuen sich über die Eröffnung des Nachbarschaftstreffs.

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