Ein Deluxe-Frühstück für die Region – Faires Angebot am 19. September

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Barbara Joswig (hinten l.), Bärbel Groß (vorne l.) und Rita Ekici betreiben mit weiteren Ehrenamtlichen den Weltstand Hombruch und arbeiten eng mit Jörg Roth (hinten Mitte) und Nina Eisenbarth (hinten r.) vom Café Feines 19 zusammen. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Das Deluxe-Frühstück für Zwei: Intuitiv denken Leser*innen der Speisekarte im Café Feines 19 dabei wohl weniger an reine Bioprodukte. Am Samstag soll sich das ändern. In Kooperation mit dem Weltstand gibt es im Zuge der „Fairen Woche“ in dem Café an der Harkortstraße das morgendliche Luxusangebot mit fair gehandelten und regionalen Erzeugnissen.

Für Barbara Joswig vom Weltstand Hombruch ist das keinesfalls ein Widerspruch, sondern – im Gegenteil – folgerichtig. Denn beim fairen Handel geht es für sie „vor allem um gutes Leben“, um „Buen vivir“, ein Begriff aus dem Andenraum, dessen sich der Weltladenverband ganz bewusst bedient. „Materielle, soziale und spirituelle Zufriedenheit“ für alle Beteiligten gehören für Joswig untrennbar zusammen. Das schließt auch die Gäste im Café Feines 19 ein, die als Konsumierende am Schluss der Handels- und Produktionskette stehen.

Ebenso wie die produzierenden und verarbeitenden Betriebe vor Ort wie den Schultenhof in Hombruch, der Gemüse, Eier und Fleischprodukte beisteuert, und die Werkstätten Gottessegen in Kirchhörde, wo Menschen mit Beeinträchtigung Saft aus Äpfeln von lokalen Streuobstwiesen produzieren. Die Erzeugnisse, für deren Produktion es ein südlicheres Klima braucht, stammen an diesem Vormittag vom Weltstand Hombruch, für den faire Arbeitsbedingungen im Herstellungsland oberste Priorität hat.

Im Bewusstsein darüber, dass von einem fairen und regionalen Frühstück sowohl das Café Feines 19 profitieren könnte als auch den Hombrucher*innen die Ziele des Weltstandes nähergebracht werden könnten, sprach Joswig Jörg Roth als Betriebsleiter des Cafés an, der sich sehr offen für ihre Idee zeigte: „Da sind wir natürlich gern bereit zu unterstützen mit dem, was wir können.“ Am Samstag werden sich also ausschließlich faire Produkte kunstvoll drapiert auf den Frühstücksetageren finden.

Ja, und am Ende geht es dabei um „nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion“, um Engagement „für das Klima“. Doch so mühsam das alles klingt, so sehr geht es hier um ein leckeres Frühstück an einem entspannten Samstagmorgen.

 

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