Die Sehnsucht nach einem lieben Wesen

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Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter (l.) überreichte Bürgermeister Manfred Sauer (r.) die Patenschaftsurkunde für die Wickelbärin Riddle. (Fotos: IN-StadtMagazine)

„Was meinen Sie, was ich zu Hause angeben werde: Ich war im Bärenkäfig“, sagte Bürgermeister Manfred Sauer am 8. Mai an die Medienvertreter*innen gewandt, als er das Terrarium seines neuen Patenkindes, der Wickelbär-Dame Riddle verlassen hatte. Den Bären auch noch mit Weintrauben gefüttert zu haben und trotzdem „im Vollbesitz seiner Gliedmaßen“ entkommen zu sein, könne nicht jeder von sich behaupten, so Stefanie Shroller, Tierpflegerin im Dortmunder Zoo.

Wer nicht dabei war und lediglich über rudimentäre zoologische Kenntnisse verfügt, dem oder der läuft vielleicht das kalte Grausen den Rücken hinunter, wenn er oder sie sich die abgetrennten Extremitäten bildlich vorstellt. Wer aber dem Termin zur Urkundenverleihung über die Tierpatenschaft an Sauer im Zoo beigewohnt hat, weiß sehr genau, dass so ein 1,5 bis 4,5 Kilogramm leichtes Tierchen kaum in der Lage ist, einem Menschen einen Arm abzutrennen. Abgesehen davon fressen Wickelbären, oder Kinkajous, wie sie auch genannt werden, ohnehin am liebsten Obst.

Mit Weintrauben und Bananen ausgerüstet möchte Sauer bei seinem frisch gebackenen Patenkind in Zukunft ein wenig Entspannung suchen, wenn er „das nächste Mal Sehnsucht nach einem lieben Wesen“ hat und „das hat man schonmal in der Kommunalpolitik“. Für die Zeit zwischen seinen Besuchen wird er die Patenschaftsurkunde in seinem Büro aufhängen, um sich auch im Alltag gelegentlich nach Südamerika zu den Wickelbären träumen zu können.

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