Buchtipp aus der Bibliothek Hombruch

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Symbolfoto: IN-StadtMagazine

Hermanson, Marie: Der Sommer, in dem Einstein verschwand
Insel,  22,00 €

Göteborg, im Sommer 1923: die Stadt feiert ihr 300-jähriges Gründungsjubiläum mit einer großen Ausstellung. In dieser Zeit allgemeinen gesellschaftlichen Wandels erkämpft sich die 19-jährige Ellen einen Volontariatsplatz bei der täglich erscheinenden Ausstellungszeitung. Sie möchte eine „Neue Frau“ werden: selbstbewusst und unabhängig.

Anlässlich der Reportage über einen Hafenarbeiterstreik lernt sie den Polizisten Nils Gunnarson kennen, den sie um Hilfe bittet, als sie nachts eine alarmierende Entdeckung macht. Zu zweit begeben sie sich auf die Suche nach einem gerissenen Betrüger und entdecken dabei eine unglaubliche Verschwörung.
Zur gleichen Zeit hat Albert Einstein in Berlin private Probleme, Geldsorgen und erhält Morddrohungen. Um das dazugehörige Geld zu erhalten, muss er in Göteborg seine Nobelpreisrede halten. Er hat mächtige Feinde – Einstein ist Jude und hat durch die Veröffentlichung seiner Relativitätstheorie viele Wissenschaftler gegen sich aufgebracht.

Auf der Reise entgeht er nur knapp einem Anschlag auf sein Leben. Er steigt an einer Station im ländlichen Schweden aus dem Zug, ist völlig durcheinander und muss erst Abstand gewinnen, ehe er mit den anderen berühmten Wissenschaftlern zusammentrifft. Zum Glück macht er Bekanntschaft mit Otto, der mit seinem Esel Bella eine Attraktion der Ausstellung ist. Otto sorgt dafür, dass Einstein gerade noch rechtzeitig das Nobelpreisdinner erreicht. Und hier laufen dann alle Fäden zusammen …

Ein aufregender Ausflug in das Göteborg der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Die Geschichte basiert zum Teil auf Tatsachen (Einstein erschien tatsächlich 2 Tage zu spät in Göteborg wegen „unvorhergesehenen Umständen“) und wird durch die fiktiven Figuren lebendig und spannend.

Barbara West, ehemalige Leiterin der Bibliothek Hombruch

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