Buchtipp aus der Bibliothek Hombruch

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Symbolfoto: IN-StadtMagazine

Shreve, Anita: Wenn die Nacht in Flammen steht
Pendo, 20,00 €

Überall in Maine sind nach dem trockenen Sommer des Jahres 1947 Brände ausgebrochen. Grace, im fünften Monat schwanger, muss hilflos mit ansehen, wie das Feuer nach all dem greift, was ihr lieb und teuer ist. Es geht ums nackte Überleben und das gelingt ihr nur, wenn sie mit ihren Kindern ins Meer flüchtet. Es ist eine Flucht ins Ungewisse, denn ihr Mann Gene hilft der Feuerwehr den Kampf gegen die Flammen zu gewinnen.

Doch nach dieser Nacht ist alles anders. Grace verliert ihr ungeborenes Kind und muss für sich und ihre beiden Kinder eine neue Existenz aufbauen. Das tut sie mit neu entdeckter Stärke – hat ihr vermisster Mann sie doch stark dominiert und klein gehalten.
Sie lernt den Pianisten Aidan kennen und erlebt wenige Tage des Glücks. Dann muss Aidan für ein Engagement weiterziehen. Im Leben von Grace und den Kindern kehrt langsam wieder etwas wie Alltag ein, Grace findet eine Arbeitsstelle und lernt Autofahren. Sie kann jetzt selbst für sich und ihre Kinder sorgen.

Aber eines Tages steht Gene vor der Tür. Er ist bei den Bränden sehr schwer verletzt worden, lag lange im Koma und ist jetzt ein Pflegefall. Er ist verbittert und macht seiner Frau schnell das Leben zur Hölle, drangsaliert sie und die Kinder. Aber Grace ist jetzt nicht mehr die unselbständige und abhängige Ehefrau. Sie reagiert unerwartet und mit großem Selbstbewusstsein, sie kann ihr Leben jetzt selbst in die Hand nehmen …

Der letzte Roman der 2018 verstorbenen Autorin gibt tiefe Einblicke in die amerikanische Gesellschaft in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Barbara West, ehemalige Leiterin der Bibliothek Hombruch
 

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