„Älter werden – mit Sicherheit!“ – Infotag am 16. August

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Elisabeth Beyna (l). und Walter Wille (r.) vom Seniorenbeirat Hombruch haben den Infotag gemeinsam mit Iris Zupke (2. v. l.) und Detlef Masan (2. v. r.) geplant. (Foto: IN-StadtMagazine)

Wer einsam ist, freut sich, „wenn da einer netter Mensch steht“, wenn er oder sie eine liebe Stimme am Telefon hört. Iris Zupke vom Seniorenbüro Hombruch sieht einen Zusammenhang zwischen der Einsamkeit alleinstehender älterer Menschen und ihrer Bereitschaft, auf den „Enkeltrick“ einzugehen. Daher richtet der Infotag „Älter werden – mit Sicherheit!“, der am 16. August zwischen 12 und 17 Uhr im Südwest-Forum stattfinden wird, ein besonderes Augenmerk auf alleinstehende Senior*innen.

Zupkes Kollege Detlef Masan rät allen, sich „ein zweites Paar Ohren und ein zweites Paar Augen“ dazuzuholen – und das gilt sowohl für Alleinstehende als auch für Ehepaare und Angehörige. Daher wollen sich das Seniorenbüro Hombruch, Indra Naskar vom Polizeipräsidium Dortmund und Diana Köhler von der Sparkasse Dortmund als Ansprechpartner*innen vorstellen, jeweils mit unterschiedlichen Schwerpunkten. So wird Indra Naskar vom Polizeipräsidium um 12:30 Uhr zum Thema „Fremde an der Tür“ sprechen und die Menschen zum sicheren Umgang mit ungebetenen – potenziell kriminellen – Gästen referieren.

Zum Thema Sicherheit beim Umgang mit Geld, über das Köhler während des gesamten Aktionszeitraums informieren wird, weiß Walter Wille vom Seniorenbeirat Hombruch eine Geschichte zu erzählen, die ihm beweist, dass es an „Bewusstsein für die Gefahren mangelt“. So habe er in der Sparkassen-Filiale eine ältere Bekannte getroffen, die sich 1.000 Euro auszahlen ließ, die sie nach eigenen Angaben zu ihrem nächsten Ziel – dem Friedhof – mitnehmen wollte. Kurzerhand bat Wille sie, sich von ihm nach Hause fahren zu lassen, um zunächst das Geld einzuschließen. Zupke ist das Phänomen nicht unbekannt, dass ältere Menschen sich am Monatsanfang ihr Geld auszahlen ließen, um sich anstrengende Wege zur Bank zu sparen.

Je nachdem, wo die Senior*innen wohnen, hängt diese Scheu vor dem Weg auch mit einer ganz konkreten Angst zusammen: „Viele Senioren trauen sich nicht, mit dem Rollator mit dem Bus zu fahren“, so Zupke. Aus diesem Grund wird am Infotag auch Ralf Becker von der DSW21 von 12:15 bis 17 Uhr mit einem Linienbus vor dem Südwest-Forum stehen, um allen Interessierten ein kleines „Rollator-Training“ anzubieten und den richtigen Umgang mit Rollatoren im Bus nahezubringen. Auch eine kleine Seniorengymnastikeinlage soll die Menschen unterstützen, ihre Wege zu bewältigen. Im Rahmen einer Mitmachaktion um 16 Uhr wird Manuela Knorr vom TuS Barop den Interessierten Übungen zeigen, die fit halten.

Doch auch alleine zu Hause ist niemand vor Gefahren gefeit. Daher wird Jan Hoppmann von der Wohnberatung Dortmund des Kreuzviertel-Vereins die Anwesenden um 15 Uhr über Sicherheit im Haus- und Wohnbereich informieren. Sollte trotz einer sicheren Einrichtung einmal etwas passieren, gibt es das Hausnotrufsystem, das Ulrike Sausmikat vom Malteser Hilfsdienst e. V. um 14 Uhr erläutern wird.

Doch nicht jeder ist im Notfall in der Lage, Rettungskräften geistesgegenwärtig zu erklären, welche Medikamente er nimmt oder welche Allergien er hat. Zu diesem Zweck gibt es die „Notfalldose“, die alle relevanten Informationen enthält. Erhältlich ist sie in der Apotheke – in der Löwen Apotheke gegen eine Spende für indische Kinder, andernorts für etwa fünf Euro. Wie sie funktioniert, erklärt Zupke am Infotag. Elisabeth Beyna vom Seniorenbeirat jedenfalls ist begeistert von dem Konzept: „Anstatt Blumen nehme ich jetzt schon immer eine Notfalldose und verschenke die.“

So ungewöhnlich diese Idee klingt, so hilfreich ist sie doch, die „Sensibilität in der Bevölkerung“ zu schaffen, ein Vorhaben, das Seniorenbüro und Seniorenbeirat dazu veranlasst hat, den Infotag ins Leben zu rufen.

Der Infotag findet im Südwest-Forum an der Harkortstraße 55 direkt neben der Evangelischen Kirche am Hombrucher Marktplatz statt.

Das Seniorenbüro ist telefonisch unter der 0231/50 28 390 erreichbar.

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