„Wen sollen wir überhaupt wählen?“ – Die KandidatInnen für den Seniorenbeirat stellen sich vor

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Der Vorstand des VdK Ortsverbands Hacheney mit den KandidatInnen (sitzend v. l.) Günter Oltersdorf, Jutta Koßmann, Dr. Edeltraud Pauline Hartmann, Dieter Schenker und Klaus-Peter Hunold. (Foto: IN-StadtMagazine)

„Hör mal, Kalli, wen sollen wir denn überhaupt wählen?“, wandten sich in den ersten Februartagen viele Menschen über 60 Jahre an Karl-Wilhelm Dickhut als stellvertretenden Vorsitzenden des VdK Ortsverbands Hacheney. Sie hatten ihre Wahlunterlagen für den Seniorenbeirat erhalten, kannten aber die meisten KandidatInnen nicht einmal im Ansatz.

Daraufhin lud der Ortsverband die fünf Wählbaren am 12. Februar in den Justenkamp ein, um sie dort ihren Mitgliedern vorzustellen.

Als einer der Kandidaten betonte Dieter Schenker den Einfluss der über 60-Jährigen in Dortmund, die über ein Viertel der Gesamtbevölkerung ausmachen. „Wenn wir uns nur ein wenig politisch interessieren, können wir was bewirken“, betonte er. Als studierter Gerontologe – die Gerontologie ist die Wissenschaft vom Altern des Menschen – weiß er um die Bedeutung für ältere Menschen eines „selbstbestimmten Lebens in ihrem nahen Umfeld“.

Bereits seit dem Jahr 1990 setzt sich Klaus-Peter Hunold als ehrenamtliches Vorstandsmitglied in einem Seniorenpflegeheim für ältere Menschen ein. Gleichzeitig engagiert er sich in der Kirche, die er als wesentlichen Begegnungsort betrachtet. Vor 65 Jahren in Dortmund geboren ist der studierte Bauingenieur heute Rentner und widmet sich als solcher der klassischen Musik und seinem Motorrad.

Ganz praktisch hat Hans-Günter Oltersdorf erfahren, was es bedeutet, eine ältere Frau nach einem Schlaganfall „zurück ins Leben“ zu führen und eine 97-jährige Dame bei ihrem Leben in der dritten Etage zu unterstützen. Als Hörder „Urgestein“ engagierte er sich während seiner Tätigkeit für das Hoesch Stahl AG Werk Phönix bis zum Jahr 2000 als Betriebsrat.

Als Ärztin sieht Dr. Edeltraud Pauline Hartmann ihren Fokus als Seniorenbeirätin gesetzt. „Für Gesundheit und Pflege würde ich mich als Kandidatin anbieten“, benennt die 66-Jährige sachlich ihre Kompetenzen. Doch seit über 30 Jahren in Dortmund sieht sie darüber hinaus die Notwendigkeit, zeitgemäße Verkehrskonzepte zu entwickeln.

Die elf Jahre ältere Jutta Koßmann hat sich in Hörde bereits starkgemacht. Seit 33 Jahren lebt sie im Stadtbezirk und seitdem hat sie bereits viele ältere Menschen bei ihren täglichen Erledigungen unterstützt, das heißt, sie beraten, für sie eingekauft oder schlicht Zeit mit ihnen verbracht. Für die Einführung der „Netten Toilette“ „habe ich auch mit gekämpft“.

Über den Seniorenbeirat
„Der Seniorenbeirat der Stadt Dortmund ist die demokratisch legitimierte Vertretung älterer Menschen in Dortmund. Seine Aufgabe ist es, an der seniorengerechten Gestaltung der Stadt mitzuwirken und die Interessen der älteren Generation wahrzunehmen und zu vertreten“, heißt es auf der Internetseite der Stadt Dortmund. Aus 27 Mitgliedern setzt der Seniorenbeirat sich zusammen, zwei von ihnen wählen die Menschen über 60 Jahre aus dem Stadtbezirk Hörde.

Anfang Februar wurden die Wahlunterlagen an die Wahlberechtigten verschickt. Ausschließlich per Briefwahl können sich die SeniorInnen bis zum 5. März für eine Kandidatin oder einen Kandidaten entscheiden. Am 6. März werden die Stimmen ausgezählt. Die beiden KandidatInnen mit den meisten Stimmen werden sich im Seniorenbeirat in den nächsten fünf Jahren für die Belange der älteren Generation starkmachen.

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