Ulla Schönhense, die Katzenmalerin

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Ulla Schönhense in ihren Atelier – immer unter dem wachsamen Blick einer Katze. (Foto:IN-StadtMagazine)

Die Berghofer Malerin Ulla Schönhense ist bekannt für ihre Katzenportraits. Fünf der eigenwilligen Stubentiger leben mit im Haushalt im Biberweg 2 und haben im Atelier immer einen wachsamen Blick auf die Tätigkeit an der Staffelei – natürlich besonders dann, wenn es um Katzenportraits geht. Kunstvolle, handgemalte Tierportraits sind etwas ganz Besonderes und Ulla Schönhense hat ein Faible für Katzenportraits.

Nach einem Foto malt sie ein realistisches Portrait vor abstrahiertem Hintergrund in Acryl auf Leinwand. Dabei ist es ihr wichtig, die Seele des Tieres zu erfassen, seine Persönlichkeit einzufangen und das Bild lebendig zu gestalten. Auch wenn Katzen ihre Spezialität sind – die Portraits anderer Tiere erhalten auf der Leinwand die gleiche liebevolle „Behandlung“. Neben Katzen gehören Elefanten ebenfalls zu ihren Lieblingstieren – die wird sie in nächster Zeit auf die Leinwand „bringen“. Die Künstlerin befasst sich aber auch mit anderen Themen – so findet man gesellschaftskritische und politische Motive in ihren Bildern, ebenso wie harmonisch gestaltete Farbexplosionen.

Dabei sieht Ulla Schönhense ihre Malerei so: „Ich verfolge zwei Richtungen der Malerei. Die eine beschäftigt sich mit experimenteller und abstrakter, informeller Malerei aus meiner ,Hexenküche’. Verschiedenste Techniken und Materialen wirken in meinen Werken. Ich habe lange Jahre mit Rost und Patina in Verbindung mit Acrylfarben gearbeitet. Mein derzeitiger Schwerpunkt ist jedoch die gegenständliche Acrylmalerei mit Menschen, Tieren, Landschaften, Städten (New York/Dortmund) und alten Industrieanlagen. Kohle und Stahl waren die herausragende Triebfeder unserer Gesellschaft in den vergangenen Jahrhunderten. Die Spuren, die die Stahlindustrie im Ruhrgebiet hinterlassen hat, interessieren mich in starkem Maße. Und so erarbeite ich mit Malmessern, Pinseln und Spachteln dynamische, farbintensive Gemälde von Industriedenkmälern und Motiven meiner Wahlheimatstadt Dortmund. Ich kombiniere meist freie Malerei mit gegenständlichen Aspekten, um ein spannungsgeladenes Werk zu schaffen. Dabei abstrahiere ich in unterschiedlichem Maße. In meinen Tierbildern stelle ich sehr realistisch gemalte Tiere vor einen freien Hintergrund. Bis zu stark abstrahierten Landschaften verwende ich die unterschiedlichsten Spielarten der Abstraktion.
Insgesamt beschäftige ich mich mit der Wahrnehmung von Raum und Realität und suche immer neue Wege der Darstellung. Ich male die Dinge nicht wie sie erscheinen, sondern interpretiere und verwandele. Die Art und Weise der Abstraktion und der biographische Bezug (Reisen, Erleben, Emotionen) wirken auf die Ergebnisse meiner Bilder ein.“

Kontakt: Tel.: 0231/480045, us@ulla-schoenhense.de;

Ausstellungen/Events in 2018:
3. Juni MissionArt 2018 im Verdi-Haus Dortmund;
9.–10. Juni Offene Ateliers Dortmund 2018;
15. Juli OpenArts am Phoenix-See 2018;

Info unter: www.ulla-schoenhense.de;
Weitere Ausstellungen und Events in Vorbereitung!