Toller historischer Einblick in die Hörder Geschichte

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Willi Garth (2. v. r.) im Gespräch mit Besuchern. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Der Verein zur Förderung der Heimatpflege in Hörde nimmt traditionsgemäß am Tag des offenen Denkmals teil. Das diesjährige Motto am 9. September lautete: „Entdecken, was uns verbindet“
Der Heimatverein gestaltete diesen Tag in enger Kooperation mit der katholischen Stiftsgemeinde St. Clara – zum Thema „verbinden“ ergaben sich dabei reichlich Ansatzpunkte.

Mit einem Festgottesdienst in der Stiftskirche St. Clara wurde der Denkmaltag begonnen. Pfarrer Norbert Appel erinnerte dabei an die erste Nennung Hördes vor 800 Jahren. Die musikalische Gestaltung hatte Klaus Stehling an der Orgel, der von Luise Esser am Saxophon begleitet wurde.
Es folgten zwei Orgelführungen mit Klaus Stehling und Heribert Wölk zeigte seine beachtenswerte Filmproduktion „Kunstwerke der Stiftskirche“.

Die ausgestellten historischen Kunstwerke stellte Willi Garth vor: Die Kreuzkasel wurde um 1450 von Hörder Nonnen kunstvoll gestickt – auch mit vergoldetem Katzen- und Ziegendarm. Restauriert wurde die Kasel in Havixbeck – finanziert durch den Rotary Club Dortmund-Hörde.

Die gotische Turmmonstranz stiftete 1860 Freiherr Gisbert von Romberg, weil sein Vater zum katholischen Glauben zurückgekehrt war. Die Monstranz wurde damals in feierlicher Prozession vom Schloss Romberg zur Stiftskirche überführt. Den Hörder Heilsspiegel schrieben und malten um 1360 Hörder Nonnen. Gezeigt wurde am Denkmaltag eine großformatige Faksimile-Ausgabe, denn das Original befindet sich in der Handschriftenabteilung der Hessischen Hochschul- und Landesbibliothek in Darmstadt. Da diese drei historischen Kunstwerke selten zu sehen sind, waren sie ein besonderer Leckerbissen für Geschichtsinteressierte.

In der Stiftskirche gab es natürlich auch viel Interessantes und Historisches zu sehen – z. B. die Fragmente der Wappensteine des Clarissenklosters sowie das Epitaph des 1398 bei Elberfeld gefallenen Grafen Dietrich von der Mark.

Den Abschluss bildete ein beeindruckendes Orgelkonzert zu 4 Händen und 4 Füßen mit Tobias Leschke (Nordkirchen) und Klaus Stehling (Dortmund). Insgesamt ein toller historischer Einblick in die Hörder Geschichte.