JFS Hörde stellt „Anti-Langeweile-Pakete“ zusammen

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Das Weltraumthema stieß auf große Resonanz. © Lea Meurer

Wie kann das Jugendamt ein Auge auf die Kinder und Jugendlichen in Dortmund haben, wenn diese nicht in die Schule gehen, also nicht sichtbar sind? Die LAG Kunst und Medien, Kunstschaffende, das Kulturbüro und die Jugendfreizeitstätten haben ein Mittel gefunden: einen „Türöffner, um mit den Kindern in Kontakt zu treten“, wie Susanne Henning vom Kulturbüro formuliert.

Es war die Landesarbeitsgemeinschaft Kunst und Medien NRW, die die Idee der „Kultur Care Pakete“ an das Kulturbüro herantrug. Kunstschaffende stellen Bastelanleitungen und das benötigte Material zusammen und die Jugendfreizeitstätten leiten sie an die Kinder und Jugendlichen weiter. Und dann ist Feedback erwünscht! Über die sozialen Medien oder per Mail können die jungen Teilnehmenden Fotos von ihren Ergebnissen posten oder ihre Bilder per E-Mail an Henning senden. Finanziert wird das Ganze über den Kulturrucksack NRW.

© Lea Meurer

Für die unterschiedlichen Jugendfreizeitstätten waren unterschiedliche Kunstschaffende „zuständig“. Mittlerweile stehen jedoch jeder JFS alle Bastelanleitungen zur Verfügung, sodass sie die neuen Pakete jeweils selbst zusammenstellen können. Zusätzlich setzen die Einrichtungen ihre eigenen Ideen um und teilen sie untereinander. Alle ein bis zwei Wochen „entwickeln wir neue Pakete und geben die an die Kinder weiter“, erzählt Lea Meurer als Leiterin der JFS Hörde.

Neben den obligatorischen Bastelanleitungen, Rätseln und Kochrezepten stellen sie und ihr Team auch Tipps für den momentan so unstrukturierten Alltag zur Verfügung. Diese sollen den Jugendlichen laut Meurer helfen, Fragen zu beantworten wie: „Was kommt als erstes? Wann mache ich meine Hausaufgaben? Wann ist Zeit zum Spielen?“ „Anti-Langeweile-Pakete“ nennt Meurer das, wonach sich Kinder und Eltern mittlerweile sogar telefonisch bei ihr erkundigen.

© Zuzanna, 11 Jahre

Über diesen „schönen Opener“, so Henning, erreicht die Stadt auch die Kinder und Jugendlichen, an denen digitale Angebote vorbeigehen. Denn längst nicht alle besitzen geeignete Endgeräte, um sich online zu beteiligen. Also musste ein Weg her, um einen Blick in die Familien zu erhaschen. „Und das mit den Mitteln der Kultur zu machen – umso besser“, findet Henning.

Susanne Henning ist per E-Mail an shenning@stadtdo.de erreichbar. Alle Bastelanleitungen sind hier erhältlich: kulturrucksack-dortmund.de/?p=7117

Ein Mädchen meldete den Erfolg mit ihren „Seed Bombs“ (Samenbomben) zurück.(Foto: privat)

 

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